[Lesung] Clara Gabriel vom 12. April 13. April 2018

Bereis am 16. Februar hatte Clara Gabriel ihre Postkarten und ihr Buch „Postkarten an Dora“ in der Bücherei unseres Städtchens vorgestellt. Natürlich hatte ich schon frühzeitig die Tickets besorgt….

Leider hatte uns die diesjährige Grippe- und Erkältungswelle einen Riesenstrich durch die Rechnung gemacht.

Blogfotogräfin Claudia (Schunke Pictures) lag mit Fieber flach. Viel besser sah es bei Anja (anjas-insel) auch nicht aus. Ich war bis dahin zwar angeschlagen aber noch fit. Bis zum Tag der Lesung. Da hatten meine Erkältungsviren beschlossen, eine Mega Party zu feiern. So fiel für mich die Lesung also auch flach.

Die Lesung im Nachbarstädtchen hätte ich wohl auch verpasst, hätten diese verflixten Viren nicht auch bei Clara zugeschlagen.

Nun wurde die so ausgefallene Lesung also gestern endlich nachgeholt. Leider ohne Anja und Claudia, die beide verhindert waren. Ich habe mich also alleine auf den Weg gemacht.

Kaum angekommen, trat auch schon Clara durch die Tür nach draußen. Da war die Freude natürlich groß. Zum Glück haben wir vor lauter Quasseln nicht den Beginn der Lesung verpasst.

Kurz vor Beginn haben wir dann auch unsere Plätze eingenommen. Clara auf der Bühne, ich davor.

Clara erzählte, wie sie auf der Suche nach passenden Motiven für Weihnachtskarten die olle Kiste mit den Postkarten im Keller ihrer Eltern durchwühlte, als ihr auffiel, dass die Karten alle an die selbe Person adressiert waren. Erste Recherche zu dieser Dora Neumann verliefen jedoch im Sande. Deshalb hat sie nach einer Weile beschlossen, sich ihre eigene Geschichte auszudenken, wobei sie sich streng an die Vorgaben der Karten richtete, was Zeit und Ort und Motiv anging.

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Nach einem Ausschnitt aus „Postkarten an Dora“ zeigte sie weitere Karten. Auf diese Weise führte die Autorin durch einen spannenden, lehrreichen und unterhaltsamen Abend, der von mir aus noch gerne länger hätte dauern können.

Während der Pause hatte ich dann auch die Möglichkeit, eines ihrer Bücher zu kaufen und signieren zu lassen. Außerdem hatte ich das große Vergnügen, Claras Mutter und deren Freundin kennenzulernen, die mich gleich nach meiner fachmännischen Meinung zu Buch und Lesung ausquetschten. 😀

Viel zu früh war der Abend dann auch schon wieder zu Ende.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich die Postkarten auf der wirklich sehr interessanten und spannenden Seite der Autorin hier anschauen:
www.doras-postkarten.de

DSGVO

Zum 25. Mai tritt die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) in Kraft. Ein leidiges Thema, mit dem wir Blogger uns aber nun mal auch auseinandersetzen müssen. Jetzt habe ich in den letzten Tagen versucht, mich in das Thema einzulesen und bin zunächst hilflos gescheitert.

Google sei dank bin ich auf einen tollen Beitrag bei <a href=“https://lesefreude.at/dsgvo-leifaden-fuer-blogger/“>Lesefreude</a> gestoßen. Voller Elan wollte ich die Sache angehen…. und musste feststellen, das meiste kann ich gar nicht ändern, da mein Seitenanbieter bei meinem Tarif gar keinen Zugriff auf Plugins z.B erlaubt. Für mich bleibt an dieser Stelle also erstmal nur abzuwarten.

Was ich bisher gemacht habe sind:

– einige Widgets zu entfernen (Social Media Folge-Buttons, Folgen per E-Mail etc.)

– den Hinweis auf Cookies möglichst sichtbar unterzubringen

– die Datenschutzbestimmungen auf meiner Seite auf den zur Zeit neuesten Stand zu bringen.

Außerdem habe ich bei der Gelegenheit meinem Blog ein neues Kleid verpasst und ein furchtbar heilloses Chaos angerichtet.

In den nächsten Tagen/Wochen werde ich wohl mit Aufräumen beschäftigt sein und der Dinge harren die da kommen. *seufz*

Africa in Love: Honeymoon mit Hindernissen von Mia Leoni

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Mia Leoni
Africa in Love: Honeymoon mit Hindernissen

Erscheinungstermin: 28. März 2018
ASIN: B07BRWSZ75

 

 


Darum geht es:

Eine standesamtliche Trauung im kleinen Kreis, anschließend eine Rundreise durch Südafrika, gefolgt von einer freien Trauung in Kapstadt mit allem Zipp und Zapp. Das war der Plan von Mara und Christoph. Wäre da nur nicht Maras Mutter. Die mischt sich nämlich in alles ein. Sie tauscht sogar Christophs heiß geliebtes Traumauto einfach gegen eine Familienkutsche aus! Als dann bei der standesamtlichen Trauung wahre Horden von Gästen vor dem Standesamt warten, brennen bei Christoph die Sicherungen durch. Er flieht. Und Ben, sein nichtsnutziger Bruder, fährt auch noch den Fluchtwagen.

Mara, die verschmähte Braut ist natürlich am Boden zerstört. Was soll nun werden und was ist mit der geplanten Reise nach Südafrika? Kurzentschlossen beschließt sie, die Reise nicht verfallen zu lassen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Charlotte und Michaela tritt sie die Reise an. Wäre da nur nicht Ben, der sich die Tour durch Südafrika ebenfalls nicht entgehen lassen will…

Ich sage dazu:

Noch ganz gefangen von den tollen Fotos, die Mia während ihrer virtuellen Reise durch Südafrika in ihrer Lesergruppe auf Facebook gezeigt hat, habe ich mit dem lesen begonnen. In wechselnden Perspektiven, erzählt sie ihre Geschichte, die so von allen Protagonisten beleuchtet wird. In erster Linie kommen jedoch Charlotte und Ben zu Wort.

Die Charaktere waren mir allesamt sympathisch, wobei jeder sein Päckchen zu tragen hat.

Dass Maras Gefühle zwischen Wut, Trauer, Gekränktheit und Demütigung wechseln, dürfte jedem klar sein. Ben wird da kurzerhand in Sippenhaft genommen und bekommt stellvertretend sein Fett weg.

Der ist allerdings ein Sunny Boy und steckt ihre Sticheleien mit einem Schulterzucken weg. Viel mehr Spaß machen ihm sowieso die Wortgefechte mit Charlotte, mit der er sich notgedrungen während der Reise die diversen Unterkünfte teilen muss.

Charlotte ist zunächst total genervt von Ben. Muss dann jedoch feststellen, dass er gar kein so übler Kerl ist. Sie sitzt zwischen den Stühlen, denn sie will schließlich ihre Freundin nicht verraten. Hinzu kommt ihre Chefin, die auch während ihres Urlaubs keine Ruhe gibt. Aber wenn Charlotte die Beförderung haben will, auf die sie schon seit Jahren hin arbeitet, muss sie wohl den Wurm schlucken.

Michaela ist Mutter einer fünfjährigen Tochter und vermisst diese natürlich während der Tour. Hinzu kommt ihr Freund Jens, der sich am Telefon komisch verhält und mehr als nur kurz angebunden ist. Was ist da bloß los?

Ihr seht, es gibt einiges in diesem Roman, das der Klärung bedarf. Ich kann euch aber sagen, dass es unheimlich viel Spaß macht, Mias chaotische Reisegruppe zu begleiten. Hinzu kommt, dass sie Land und Leute so anschaulich beschreibt, dass man das Gefühl hat, Teil der Reisegruppe zu sein.

[Rezension] Mit Ski, Charme und Pinguin von Emma Wagner

20180401_1634221074734597.jpgEmma Wagner
Mit Ski, Charme und Pinguin

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 4791.0 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 326 Seiten
ASIN: B01N7Y98KQ

Taschenbuch: 324 Seiten
Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (9. Februar 2017)
ISBN-13: 978-3743181021

Darum geht es:

Zoey kann Schnee und Skifahren nichts abgewinnen. Insbesondere Skilehrer sind ihr verhasst. Sind das doch allesamt Aufreißer, die alles anbaggern, was nicht bei drei auf einem Baum sitzt. Außer Zoey natürlich, denn die hat nun mal keine Traumfigur und ist auch sonst Durchschnitt pur. Trotzdem hat sie sich von ihrer besten Freundin Lara zu einem gemeinsamen Skiurlaub überreden lassen.

Kaum im Hotel angekommen, blickt die in die türkisfarbenen Augen eines absoluten Traummannes. Doch der entpuppt sich als verlogener Mistkerl und wie könnte es anders sein als Zoeys Skilehrer…

Ich sage dazu:

Was für ein Spaß!

Zoey hält sich zwar für Durchschnitt, was ihr Talent für peinliche Situationen angeht, ist sie jedoch mehr als überdurchschnittlich begabt. Geprägt von Vorurteilen Skilehrern gegenüber und einem Trauma aus ihrer Kindheit schlittert sie im wahrsten Sinne des Wortes von einem Fettnäpfchen ins nächste und bringt sich und ihre Mitmenschen in die irrwitzigsten Situationen. Das geht selbstverständlich nicht ohne Blessuren sowohl körperlicher als auch seelischer Natur vonstatten .

Ben dagegen wird völlig zu Unrecht mit den Klischees behaftet, die Zoey ihm andichtet. Denn er ist alles andere als ein Aufreißen.

Mit ihren spritzigen Dialogen und den unmöglichen Situationen, in die ihre Hauptfiguren geraten, hat mir Emma Wagner mehr als einen Lacher entlockt. Aber ich liebe auch ihre Nebencharaktere, die sie so wunderbar überzeichnet. Den Klugscheißer Patrick und die Esoteriktussi Hanna ebenso wie die Pensionsbetreiberinnen Irmi und Nelly. Auch gibt es ein Wiedersehen mit Karl und Otto, den verschrobenen Brüdern aus Eine Schildkröte macht noch keine Liebe.

Alles in allem war der Roman ein wunderbar kurzweiliger Lesegenuß, den ich in einem Haps verschlungen habe.

[Rezension] Spring Love Touch: Highland Dream Boy von Jo Berger

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Jo Berger
Spring Love Touch: Highland Dream Boy
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 826 KB
Taschenbuchseiten: 344
ASIN: B07BPX26WJ

Darum geht es:
May ist alleinerziehende Mutter und lebt mit ihrer süßen, kleinen Tochter Gwen in Nottingham. Seit einer kurzen Begegnung im schottischen Luxushotel Glenlaggan Castle geht ihr der dortige Concierge Emilio nicht mehr aus dem Kopf. Doch Nottigham ist mehrere Autostunden von den schottischen Highlands entfernt. Ein Wiedersehen mit Emilio ist also eher unwahrscheinlich. Da bleibt nur das Werbevideo des Hotels anzuschmachten. Das lenkt wenigstens von den Problemen ab, die May mit ihrer neuen Chefin hat. Außerdem scheint sich Dean, ihr Ex, zu allem Überfluss in den Kopf gesetzt zu haben, sie zurück zu gewinnen. Als sich ihr die Gelegenheit für einen Kurztrip in die schottischen Highlands bietet, braucht May nicht lange nachzudenken. Die Highland Games und die damit verbundenen Männer in Kilts interessieren sie zwar nicht die Bohne, Emilio dafür umso mehr. Doch der würdigt sie kaum eines Blickes…
Ich sage dazu:
Hachz… ich hab’s gefressen. Einmal angefangen, konnte ich nicht wieder aufhören.
In gewohnt humorvollem Schreibstil und wechselnden Perspektiven erzählt Jo Berger die Geschichte von May und Emilio. Dabei kommen May und Emilio immer abwechselnd zu Wort.
May ist bis über beide Ohren in Emilio verliebt. Doch durch ihren Job und ihre Tochter ist sie an Nottingham gebunden. Auch ist sie überzeugt davon, dass Dean ein Recht darauf hat, die gemeinsame Tochter zu sehen. Die Entfernung, die sie von Emilio trennt scheint unüberwindbar. Erst recht als dieser sich überhaupt nicht für sie zu interessieren scheint. Zum Glück findet sie bei ihrer Freundin Sarah immer ein offenes Ohr und eine Schulter zum ausheulen.
Emilio ist ein Mann mit vielen Gesichtern. Im Glenlaggan Castle ist er ganz der professionelle Concierge. Aufmerksam, höflich, zuvorkommend und stets bestens informiert. In Jeans und T-Shirt kann er aber auch ganz anders und erst recht im Kilt. 😉 Aber er trägt ein Geheimnis mit sich herum, das es ihm unmöglich macht, sich auf May einzulassen, obwohl sie ihm seit ihrer ersten Begegnung nicht mehr aus dem Kopf geht.
Dann ist da noch Dean. Mays Ex-Mann und Vater ihrer Tochter. Er ist ein echter Widerling. Selbstverliebt bis zum Erbrechen, gewalttätig mit psychopathischen Tendenzen. Er hat sich in den Kopf gesetzt, May zurück zu erobern. Dabei ist ihm jedes Mittel recht.

Sarah ist Mays schwangere beste Freundin und mit Rob, dem Besitzer des Glenlaggan Castle liiert. Sie steht May nicht nur jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite sondern gibt ihr ab und zu auch mal einen Schubs in die richtige Richtung.
Es war jedenfalls spannend. Immer, wenn ich dachte, jetzt kriegen sie sich endlich, passierte etwas neues und das ersehnte Happy End flutschte davon wie eingeölt von einer ayurvedischen Massage. Es war zum Haare raufen! 😀 Zwischendurch wurde es sogar richtig dramatisch. 😯
Alles in allem ist Jo Berger wieder eine spannende, humorvolle Geschichte gelungen, die absolut lesenswert ist.[Rezension] Spring Love Touch: Highland Dream Boy von Jo Berger

[Rezension] Bin Hexen – wünscht mir Glück von Liane Mars

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Liane Mars
Bin Hexen – Wünscht mir Glück

Taschenbuch: 280 Seiten
Verlag: Drachenmond-Verlag
Auflage: 1. Auflage 2017 (20. September 2017)
ISBN-13: 978-3959918145

Darum geht es:

Im Alter von acht Jahren bricht sich die Magie bei Hexen und Hexern Bahn. Oberste Priorität hat dann, ihren oder seinen Hexenzwilling zu finden. Das ist der Mensch, der in der gleichen Sekunde wie die Hexe geboren wurde und der damit auch ein kleines bisschen magisch ist.

Primadonna Nimbifera ist es bisher nicht gelungen, ihren Hexenzwilling zu finden. Der Auffindungszauber, den sie als Kind gesprochen hatte, war einfach verpufft. Als eines Tages das vollkommene Chaos ausbricht, weil die Hexenwelt enttarnt wurde, erkennt Prim ausgerechnet im obersten Hexenjäger Liam Amun ihren Zwilling. Sie kann gar nicht anders, als ihn kennen zu lernen. Wie zufällig trifft sie ihn in einem Café und lernt Liam kennen und lieben. Doch wie soll ihre Zukunft aussehen? Liam darf auf keinen Fall wissen, dass sie eine Hexe ist. Der Hexenrat wäre außerdem bestimmt alles andere als erfreut, wenn er wüsste, dass Prims Zwilling der gefürchtete oberste Hexenjäger ist. Was soll sie nur tun? Erstmal gar nichts am besten. Dass das nach hinten los geht kann sich sicher jeder denken.

Ich sage dazu:

Es hat ein paar Seiten gebraucht, bis ich mich in der Geschichte zu Recht gefunden habe. Aber so ist das nun mal, wenn man als normaler Mensch mit der Hexenwelt konfrontiert wird.

Die Welt voller unberechenbarer Magie, die die Autorin hier erschaffen hat, fand ich interessant und überraschend. Die Magie wird ein bisschen wie ein lebendiges Wesen dargestellt, das schenkelklopfend einen Plan verfolgt. Ich fand es gut, dass die Magie in dieser Geschichte vollkommen unberechenbar ist und ein Zauber nicht zwangsweise funktioniert. Und wenn, dann meist ganz anders als gewollt oder erwartet. Die Magie ist wie ein wildes Tier. Unbezähmbar und gefährlich.

Genau damit hat Prim auch ein Problem. Sie fürchtet sich vor der Magie und würde sie am liebsten los werden. Als Hexe ist sie jedoch gezwungen zu zaubern, da die Magie ansonsten völlig ausflippt und Stürme und Naturkatastrophen die Folge wären.

In der Welt, die sie Autorin hier erschaffen hat, habe ich mich sauwohl gefühlt. Liam ist ein mürrischer, wortkarger, schlecht gelaunter A…, der mir gleich sympathisch war. Auch die flippige, ignorante, Magie hassende Primadonna war ganz nach meinem Geschmack. Ebenso wie ihre Familie und der Rest des Hexenzirkels.

Die hübsche Aufmachung der Seiten und die frechen Dialoge haben ihr Übriges getan.

[Rezension] Valkyria Saga Rabenedition von Clannon Miller

Clannon Miller
Valkyria Saga – Rabenedition: Gesamtausgabe Band 1 – 3

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3165 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 1494 Seiten
ASIN: B075893GJB

Auf der Suche nach einem Hörbuch mal eben schnell für Zwischendurch bin ich auf diese Trilogie gestoßen. Teil 3 ist zwar noch nicht als Hörbuch erschienen, aber da ich ja sowieso nur mal eben was auf die Ohren brauchte, war mir das relativ egal. Ich hatte tagsüber also ein paar Kapitel gehört und als ich abends im Bett lag, die Nase in meiner aktuellen Lektüre, wollte mich die Geschichte um Valkyria Liligrim Streitaxt und ihre Schwestern einfach nicht loslassen. Ehe ich mich versah, hatte ich also schon den Sammelband „Valkyria Saga – Rabenedition“ in der Kindle-Version auf den Reader geladen.

Darum geht es:

In einer anderen hochtechnisierten Dimension ist die nordische Sagenwelt höchst real.

Während der Ragnaryk – der nordischen Apokalypse – wurden die Asen von den Thursen besiegt. Das Volk der Valkyria, Verbündete der Asen, wurde dabei nahezu ausgelöscht.

Lediglich Liligrim Streitaxt und ihre sieben Schwestern konnten sich vor den Thursen verstecken. Als sie aufgespürt werden, bleibt ihnen nichts anderes übrig als in die Spiegelwelt (= unsere Welt) zu fliehen. Doch die Thursen sind ihnen auf den Fersen und können Lilis Schwester Savi Seelenherz entführen. Um sie zu befreien muss Lili zurück in ihre Dimension. Der einzige Weg führt durch ein Dimensionstor, das sich im Besitz von Wolf Lohenstein, seines Zeichens Waffenhändler und Mädchenmörder, befindet. Da ersinnt Kara Schwanengesang, die jüngste der Schwestern, einen irrwitzigen Plan und Lili bleibt nichts anderes übrig, als sich in Lohensteins Sicherheitsteam einzuschleusen. Damit setzt sie eine Kette von Ereignissen in Gang, mit der sie nie gerechnet hätte.

Ich sage dazu:

Die nordische Mythologie gepaart mit ein bisschen „Die schöne und das Biest“ bilden die Grundlage für diese actiongeladene Fantasy Reihe. Hightech- Waffen und -Kampfanzüge kommen dabei ebenso zum Einsatz wie Streitäxte und Psikräfte.

Die Figuren sind allesamt liebevoll gezeichnet, wobei jede der Valkyria über andere Fähigkeiten verfügt. Auch die Bad Boys Lohenstein und sein Vertrauter Gunnarson sind in meine Augen sehr gut gelungen. Ich kann mich gar nicht entscheiden, welchen ich lieber mag.

Die Erotik kommt auch nicht zu kurz, denn Valkyria sind sexuell nunmal äußerst aktiv.

Im 1. Band (Schwanengesang) lernt man in erster Linie Lili und Kara näher kennen. Die anderen Schwestern und deren Beweggründe werden erst im 2. Band (Wolfszauber) näher beleuchtet. Auch kommt man hier Gunnarsons wahrer Identität auf die Spur.

Erzählt wird die Geschichte sowohl chronologisch als auch in Rückblicken jeweils von einer anderen Schwester, wobei der Hauptaugenmerk auf Lili und Kara liegt. Aber auch Wolf Lohenstein, Gunnarson und ein paar andere kommen in Form von „Zwischenspielen“ zu Wort.

Anders als in den vorherigen Bänden, wagt der 3. Band (Elfensturm) einen Blick in die Zukunft. Genauer gesagt kommt hier auch Kimi Wolfszauber, Karas und Wolfs Tochter, 20 Jahre in der Zukunft zu Wort. Was zunächst verwirrend erscheint, ist es auch. Denn hier nimmt die Vergangenheit Einfluss auf die Zukunft und die Zukunft auf die Vergangenheit. Was jetzt aber kompliziert klingt, ist in der Geschichte vollkommen logisch.

Mich hat die Mischung aus Sagenwelt und Science-Fiction jedenfalls gepackt. Der spannende und witzige Schreibstil und die rotzfrechen Dialoge haben ihr übriges getan.

Von mir eine klare Leseempfehlung.

[Rezension] New Year Love – Nottingham Bad Boy von Jo Berger

Jo Berger
New Year Love – Nottinham Bad Boy

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 500.0 KB
ASIN: B078SV2LFP

Taschenbuch: 268 Seiten
Verlag: Independently published (5. Januar 2018)
ISBN-10: 1976808685
ISBN-13: 978-1976808685


Darum geht es:

Robin Forrester, Hotelmagnat und Selfmade-Millionär, benutzt Frauen wie Taschentücher. Hat er sie einmal im Bett gehabt, wirft er sie ohne mit der Wimper zu zucken weg. Aber als er auf Sarah Miller trifft, bringt diese ihm mit ihrer großen Klappe völlig aus dem Konzept. Diese ist nämlich gerade erst verlassen worden und ist stinksauer auf ihren Ex und Männer im allgemeinen. Der Typ mit den nicht vorhandenen Manieren kommt ihr gerade recht. Mit seinen Betthäschen kann er so vielleicht umspringen, aber doch nicht mit ihr!

Ein paar ungünstig platzierte Heißgetränke später treffen die beiden sich wieder.

Glenlaggan Castle ist wohl der romantischste und luxuriöseste Ort in den schottischen Highlands. Warum sollte sich Sarah den Aufenthalt dort von diesem ekligen Frauenhelden vermiesen lassen. Wären da nur nicht diese Gefühle, die er in ihr auslöst.

Rob geht es mit Sarah nicht viel anders. Sie passt überhaupt nicht in sein Beuteschema und ist obendrein eine Gewitterziege, auf die er getrost verzichten kann. Wie kommt es also, dass er immer wieder ihr Gesicht vor sich sieht?

Ich sage dazu:

Rob ist ein A…! Ich mag ihn. 😀

Abwechselnd sind die Kapitel entweder mit Rob oder mit Sarah überschrieben, aus deren Sicht dann die Geschichte erzählt wird. Auf diese Weise liefern sich Rob und Sarah einen Schlagabtausch, bei dessen Verlauf einem Bad Boy Rob schon hin und wieder leid tun kann. Er ist es einfach nicht gewohnt, so von einer Frau behandelt zu werden. Trotzdem ist es schön zu verfolgen, wie er versucht Sarah aus seinen Gedanken zu verdrängen, es ihm aber einfach nicht gelingen will.

Wie nicht anders zu erwarten, hat Jo Berger die Geschichte wieder mit einer gehörigen Portion Humor gewürzt. Anders als gewohnt, enden ihre Liebesszenen diesmal allerdings nicht vor der Schlafzimmertür. Die Story enthält eine Prise Erotik, was ihr meiner Ansicht nach durchweg gut gelungen ist. Alles in allem erzählt sie mit ihrer lockeren, witzigen Art eine romantische Liebesgeschichte, die ich glasklar weiter empfehlen kann.

[Rezension] Postkarten an Dora von Clara Gabriel

Clara Gabriel
Postkarten an Dora

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 4215 KB
ASIN: B073NZQ3KG

Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (30. Juni 2017)
ISBN-13: 978-1547209880

Etwas historisches? Und dann auch noch aus der Zeit der Jahrtausendwende? Was ist da denn schon groß passiert? Industrialisierung… Gesellschaftliche Zwänge… Frauen saßen zu Hause und warteten darauf, verheiratet zu werden…*schnarch*

Das waren meine Gedanken, als mir dieses Buch begegnete. Dann hörte ich von der Hintergrundgeschichte und meine Neugier war geweckt.

Doras Geschichte basiert nämlich auf dem realen Fund von 192 alten Postkarten. Da die Autorin leider nichts über die tatsächlichen Verfasser bzw. die Empfängerin herausfinden konnte, hat sie sich ihre eigene Geschichte ausgedacht.

Wie es so meine Art ist, habe ich den Klappentext natürlich trotzdem nicht gelesen und wusste daher auch gar nicht, was mich erwartet.

Gefunden habe ich ein Buch über eine junge Frau, die auf der Suche nach sich selbst ist und deren Weg sie dafür um die halbe Welt führt.

Darum geht es:

Doras großer Traum ist es, Schauspielerin zu werden und nach Amerika zu gehen. Ihre Eltern haben allerdings andere Pläne für sie. Sie schicken sie vom thüringischen Städtchen Schleusingen nach Braunschweig, wo sie zur Lehrerin ausgebildet werden soll. Ihr Plan, einfach nach Amerika statt nach Braunschweig zu reisen, scheitert an dem Begleiter, den ihr Vater für sie auserkoren hat: den jungen Offizier Alfred von Nathusius.

Dora und Alfred kommen sich näher, doch kann Dora ihren großen Traum nicht so einfach aufgeben. Heimlich stiehlt sie sich nachts aus dem Haus um ihre große Reise anzutreten. Das kann Alfred natürlich nicht so einfach hinnehmen, denn er ist ein Ehrenmann und folgt ihr, um sie wohlbehalten zurück zu bringen. In Hamburg verliert er allerdings ihre Spur. Dort erfährt er jedoch von Mädchenhändlern, die jungen Frauen falsche Versprechungen von Amerika machen und diese dann im „falschen Amerika“ zur Prostitution zwingen. Entsetzt macht er sich auf die Reise nach Südamerika, um Dora aus den Fängen der Mädchenhändler zu befreien.

Dora allerdings verschlägt es zunächst nach London, wo sie ihre Karriere als Schauspielerin starten will. Als behütete Tochter aus gutbürgerlichem Haus hat Dora völlig blauäugig ihre große Reise auf die Bühnen der Welt begonnen. Als sie in London eintrifft, ist sie geschockt von den Verhältnissen, unter denen sie zu leben gezwungen ist. Schnell muss sie feststellen, dass das gar nicht so einfach ist und dass ihre Gage allein zum Überleben nicht reicht. Ihr erstes Engagement zwingt sie dazu, nach ihrem Auftritt „nett“ zu ihrem durchweg männlichen Publikum zu sein. Dann trifft sie den jungen, gutsituierten Banker Edward, der zu ihrem Gönner wird und ihr ein Leben im Luxus bietet. Schließlich findet sie sogar die Liebe und ihr Traum von Amerika wird wahr. Doch leider ist es das „falsche Amerika“.

Ich sage dazu:

Wie ihr dem Anfang dieser Rezi entnehmen könnt, habe ich nur mit ein paar Wissensfragmenten aus dem Geschichtsunterricht mit dem Lesen begonnen. Wie sich eine alleinstehende Frau in dieser Zeit durchschlagen musste, darüber hatte ich mir noch nie Gedanken gemacht. Auch, dass es neben der großen Auswanderungswelle nach Amerika viele Menschen gab, die stattdessen im „falschen Amerika“ gelandet sind, habe ich nicht gewusst.

Überrascht musste ich feststellen, dass diese Zeit also gar nicht so grau und trist und öde war, wie ich immer geglaubt habe. Hinter verschlossenen Türen, jenseits der biederen gesellschaftlichen Norm fand ich eine Welt aus Gewalt und Prostitution.

Der Schreibstil von Clara Gabriel hat mir sehr gut gefallen und man merkt beim Lesen, dass sich die Autorin sehr mit der Zeit nach 1900 beschäftigt hat. Selbstverständlich finden sich auch ein paar der Postkarten in der Geschichte wieder.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich die Postkarten auf der wirklich sehr interessanten und spannenden Seite der Autorin sogar anschauen:

www.doras-postkarten.de

[Rezension] Aschenkindel von Halo Summer

Halo Summer
Aschenkindel – Das wahre Märchen

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3100 KB
ASIN: B01HXBDA5A

Printausgabe: erschienen bei HarperCollins am 5. Dezember 2016
Seitenzahl der Printausgabe: 276 Seiten
ISBN: 978-3959671248

Darum geht es:

Claerie ist nach dem Tod des Vaters zum Dienstmädchen degradiert worden. Sie kümmert sich um Haus und Garten und versorgt ihre Stiefmutter und ihre bei den Stiefschwestern. Eines Tages lädt der Kronprinz des kleinen Königreichs zu einem Ball, auf dem er unter allen unverheirateten jungen Frauen des Landes seine zukünftige Braut zu wählen gedenkt. Claerie will eigentlich gar nicht dort hin und ihre Stiefmutter hat sogar zu verhindern versucht, dass sie überhaupt eine Einladung erhält, doch ihre gute Fee überredet Claerie schließlich. Kurz vor dem Ball trifft sie im verbotenen Wald – der übrigens von Vampiren bevölkert wird – einen jungen, gutaussehenden Mann, der vorgibt, ein Kammerdiener des Prinzen zu sein. Als sie ihn im Schloss wieder trifft, küsst er sie und Claerie verliebt sich Hals über Kopf…

Ich sage dazu:

Claerie ist eine gutmütige und anpassungsfähige junge Frau, die ihre Familie und das Leben trotz aller Ungerechtigkeiten liebt.

Wip, der Prinz, stellt sich als gutmütiger freundlicher Mann heraus, der mit seiner ehrlichen Art durchaus bei Claerie punkten kann.

Die Charaktere in dieser Märchen-Adaption haben mir allesamt gut gefallen. Selbst die Stiefmutter kommt gar nicht so schlecht dabei weg. Sie ist zwar manchmal ein bisschen boshaft und ungerecht, aber bei weitem nicht so schrecklich wie im Original-Märchen, was sie in meinen Augen nur menschlich macht. Sie sorgt sich halt um das Wohlergehen ihrer Töchter. Diese sind zwar nicht gerade nett zueinander und zu Claerie, verhalten sich letztendlich aber einfach wie Schwestern. Im Grunde ihres Herzens lieben sie sich.

Die gute Fee durfte natürlich auch nicht fehlen. Deren Herz sitzt zwar auf dem rechten Fleck, ihre Talente sind allerdings eher bescheiden – von ihrem Geschmack mal ganz abgesehen.

Wie unschwer zu erkennen ist, diente das Märchen „Aschenputtel“ von den Gebrüdern Grimm als Vorlage für diese wunderschöne Geschichte. Halo Summer schafft hier eine zauberhafte Märchenwelt, in der Magie allgegenwärtig ist.

Zusammen mit Claerie habe ich gelacht und geweint, geliebt und gelitten. Es war einfach eine dieser Geschichten, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen haben. Deshalb kann ich dieses Buch auch einfach nur empfehlen.