[Lesung] Bauernhoflesung von Clara Gabriel in Lennestadt

Gestern hatte unsere Blogfotografin Claudia zum Sommer-Familienfest incl. Wohnzimmerlesung von Clara Gabriel geladen. Eine Einladung über und auf die ich mich sehr gefreut habe.

Claudia hatte die liebe Clara während der Lesung von Küpfel und Kobr in Olpe kennengelernt und kurzerhand adoptiert. 😀 Da meine Wenigkeit das Privileg genießt ebenfalls zur Wahlfamilie zu gehören, durfte ich auch kommen. :*

Mittags sollte es losgehen. Nach kurzem Hin und Her stand fest, dass mich Clara zu Hause einsammeln würde. Den Rest der Truppe, also Anja von anjas-insel und natürlich Claudia würden wir vor Ort treffen.

Selbstverständlich waren wir nicht die einzigen Gäste. Nach kurzer Vorstellung und viel zu vielen Namen, die es sich zu merken galt, hatte man aber das Gefühl sich schon ewig zu kennen und zu mögen.

Zur Stärkung gab es Leckeres vom Grill und jede Menge Salate und Desserts. Etwas später startete dann die Lesung in Claudias Wohnzimmer, das ihre Tochter Amelie mit einem standesgemäßen Thron für die Autorin von „Postkarten an Dora“ und „Rettungsring für zwei“ ausgestattet hatte.

Clara Gabriel stellte ihren Roman „Postkarten an Dora“ vor. Sie erzählte, wie sie überhaupt zum Schreiben gekommen war, würzte das Ganze mit lustigen Anekdoten vorangegangener Lesungen und las immer mal wieder Ausschnitte aus ihrem Buch vor. Zu bewundern gab es außerdem das Album mit den 192 Postkarten.

Im Anschluss durften wir noch einer süßen Geschichte aus Hundesicht von Anita Mues lauschen, die ebenfalls zu den Gästen gehörte.

Allzu schnell trieben uns die vorherrschenden Temperaturen leider wieder nach draußen. Einerseits fand ich das zwar sehr schade, andererseits war es draußen umgeben von Kühen, Schafen und Pferden einfach zu schön.

Weil die meisten ja dann doch wissen wollten, wie die Geschichte von Dora weiter geht, hatte Clara noch einiges zu tun. Bücher wechselten den Besitzer und es wurde fleissig signiert.

Im Anschluss stand auch noch eine Kutschfahrt auf dem Programm. Gut „behütet“ durften Clara, Anja und ich eine Runde mit Amelie, Claudias Tochter, und ihrem Pony Bibi in der Kutsche durch das idyllische sauerländer Dorf drehen.

Mit viel Gequassel und Gelächter haben wir diesen wunderbaren Tag danach ausklingen lassen.

Zu Hause konnte ich dann noch ein Goodie-Päckchen von Clara Gabriel in Ruhe auspacken, das die Autorin Anja, Claudia und mir als Mitglieder von Claras Crew überreicht hatte.

Alles in allem war es einfach ein wunderschöner gemeinsamer Tag, der unbedingt nach einer Wiederholung schreit.

Fotos von Anja Bayer, Claudia Schunke und Clara Gabriel mit freundlicher Genehmigung.

[Rezension] Lässig in Love von Greta Schneider

Greta Schneider
Lässig in Love

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 5851 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 348 Seiten
ASIN: B07FRGXGJP

 

Darum geht es:

Nachdem ihr bisheriger Lebensgefährte, ein gut situierter Anwalt, Studentin Elina verkündet hat, er wolle heiraten – allerdings nicht sie – steht diese plötzlich ohne Geld und ohne Job auf der Straße. Zunächst kann sie zwar bei ihrer besten Freundin und ihrem Bruder Jonas unterkriechen, doch die können sie nicht länger als ein paar Tage beherbergen. Es muss also schnell eine andere Lösung her.

Zum Glück ist da Henry, Jonas bester Freund. Dieser hat nämlich gerade ein Zimmer frei. Allerdings ist er zunächst etwas skeptisch, Elina bei sich aufzunehmen. Nach einem Treffen mit Jonas und einer bierseeligen Vereinbarung willigt er schließlich ein, sie fast mietfrei bei sich wohnen zu lassen. Jedoch gibt es eine Bedingung: Elina soll Henry einem Flirttraining unterziehen. Sie soll ihm so ein Date mit der Tochter seines Chefs verschaffen. Da ihr die Alternativen ausgehen, willigt Elina zähneknirschend ein.

Ich sage dazu:

Elina ist eigentlich eine quirlige, liebenswerte junge Frau, die nur leider ihre Ziele im Leben vernachlässigt hat. In der Beziehung mit ihrem Ex hat sie sich in ein Vorzeigepüppchen verwandelt, das nichts alleine auf die Reihe kriegt. Sie hat sich in allen Lebenslagen voll und ganz auf den Mann an ihrer Seite verlassen. Das rächt sich jetzt natürlich. Völlig mittel- und planlos steht sie vor den Scherben ihres bisherigen Lebens, die sie nun mühsam wieder zusammen setzen muss. Den Plan, Henry einem Flirttraining zu unterziehen, findet sie zwar bescheuert, nimmt die Herausforderung jedoch an.

Henry ist ein Nerd. Aber ein gutaussehender. Nur scheint er das überhaupt nicht zu registrieren. Von Natur aus sowieso schon schüchtern, hat er seit einer unschönen Abfuhr in Teenager Tagen ein Problem damit, schöne Frauen anzusprechen. Entweder bringt er kein Wort heraus oder er fängt an zu stottern.

Elina fordert ihn heraus. Sie kümmert sich zunächst um sein Äußeres und stellt ihm Aufgaben, die seinen Mut erfordern. Bei ihr ist Henry auch überhaupt nicht schüchtern. Schließlich ist Elina nur die nervige kleine Schwester seines besten Kumpels, die er schon seit Kindertagen kennt.

Mit der Zeit trägt Elinas Training Früchte. Ob es ihr gelingt, Henry so mit seiner Traumfrau zusammen zu bringen müsst ihr natürlich selber nachlesen.

Mir hat dieses Buch jedenfalls sehr gut gefallen. Witzig und mit ein bisschen Erotik erzählt Greta Schneider in locker-leichtem Schreibstil hier ihre Geschichte.
Langeweile kam dabei an keiner Stelle auf. Wenn ich auch nicht immer mit allen Entscheidungen, die die beiden getroffen haben einverstanden war, mochte ich die Protagonisten Henry und Elina von Anfang an. Und Oma Mimi ist sowieso der Knaller.

Von mir gibt es für diese süße Geschichte eine klare Leseempfehlung.

Süßes Nichtstun

Ahoi, ihr Landratten und willkommen an Bord der Stella Maris!

Dies ist meine allererste Kreuzfahrt und ich freue mich darauf. Das wird ganz sicher eine kurzweilige Angelegenheit. Ständig gibt es etwas zu sehen und zu tun. Und sicher gibt es trotzdem bestimmt auch chillige Momente, in denen man sich dem süßen Nichtstun hingeben kann. Aber Nichtstun ohne etwas zu tun, ist mit persönlich viiiiel zu langweilig. Deshalb habe ich mir für MEINE Kreuzfahrt mein Häkelzeug und ein paar andere Kleinigkeiten eingepackt.


Ich habe es mir hier an Bord auf dem Pooldeck gemütlich gemacht. Meine Liege steht ein bisschen abseits im Schatten. Ich kann den Blick schweifen lassen und wahlweise die Passagiere um mich herum oder das Meer beobachten. Es weht eine leichte Brise und neben mir steht auf einem Tischchen ein leckerer Cocktail. Ein Starfish um genau zu sein. Alkoholfrei, versteht sich. Man will ja keine bösen Überraschungen beim Häkeln erleben.

Setzt euch doch zu mir. Marcus unser Barkeeper mixt euch ganz sicher einen kühlen Drink und während wir uns unterhalten, zeige ich euch was ich hier mache.

Auf hoher See ist es sicher nie verkehrt, einen Rettungsring parat zu haben. Mein Rettungsring erfüllt am Ende zwar hoffentlich nur dekorative Zwecke, aber das passt so schön zum Thema, oder?

Ich habe mir einen Styroporring mitgebracht, dem ich jetzt erstmal ein Kleid verpasse. Da es sich hierbei um das größte Stück handelt, das zu häkeln ist, habe ich zwischendurch Zeit, euch was zu erzählen.

Das ist nämlich das schöne am Häkeln. Man taucht, anders als bei Büchern, nicht völlig ab, sondern bekommt noch etwas von seiner Umgebung mit und kann sich sogar noch mit den Mitreisenden unterhalten. Trotzdem: Zählen nicht vergessen! Schließlich soll das Stück gleichmäßig werden und nicht irgendein krummer Lappen.


Erzählen wollte ich euch aber eigentlich, wie ich zum Häkeln gekommen bin. Schuld war da dieses Buch, das ich vor ein paar Jahren auf der Frankfurter Buchmesse entdeckt hatte. Es enthielt Anleitungen für sogenannte Amigurumis, kleine gehäkelte Tiere und Figuren, die man z.B. als Schlüsselanhänger oder als Deko verwenden kann. Irgendwie wollte das Buch nicht mehr raus aus meinem Kopf. Deshalb habe ich es kurzentschlossen gekauft, mich mit Wolle eingedeckt und losgelegt. Anfangs noch ziemlich unbeholfen, da ich zwar seit meiner Kindheit weiß, wie das mit dem Häkeln geht, mir jedoch die Übung fehlte. Nach und nach wuRde es besser. Inzwischen gehört Häkeln zu einem meiner liebsten Hobbies und es ist natürlich nicht bei Häkelfigürchen geblieben. Auch Schultertücher in allen möglichen Farben und Formen gehören zu meiner Leidenschaft.


Die sind auf so einem Schiff natürlich auch sehr praktisch. Abends auf dem Wasser kann es nämlich auch mal kühl werden und da ist es schön, wenn man sich in so ein weiches Tuch kuscheln kann.

So! Mein Styroporring ist jetzt eingekleidet. Zeit für ein bisschen Farbe.

Sieht schon wie ein Rettungsring aus, nicht wahr. Als Deko aber doch noch ein bisschen langweilig. Ein paar Verzierungen peppen ihn ganz sicher auf.

Ein Fischernetz gehört irgendwie auch dazu, oder?

Soweit so gut. Ein Rettungsring gehört aber griffbereit an einen Haken. Es fehlt also noch etwas, woran man ihn aufhängen kann.

…noch ein paar hübsche Knoten…

Zum guten Schluss habe ich hier noch ein paar Mitbringsel von unseren Landgängen. Die machen sich bestimmt auch noch ganz gut…

Ich finde, mein Rettungsring ist sehr hübsch geworden und passt so schön zum Titel, oder?

Anmerkung:

Die Einzelheiten meines How-to-make-a-Rettungsring habe ich euch bewusst vorenthalten. Schließlich habe ich selber ja auch nur auf das zurück gegriffen, was sich jemand anderes – nämlich die Designerin Petra Müller-Kramer – ausgedacht hat.

Solltet ihr jetzt allerdings die Lust verspüren, euren eigenen Rettungsring zu häkeln, könnt ihr die Anleitung „Türkranz „MOIN“ / jetzt klassisch gehäkelt“ von stjerne61 bei crazypatterns erwerben.

Noch eine Anmerkung:

Auf meiner Facebook-Seite Hinkenpinken kreativ könnt ihr euch ansehen, was ich sonst noch so aus Wolle mache. Däumchen und Kommentare dürft ihr bei der Gelegenheit natürlich auch gerne hinterlassen.

 

[Rezension] Rettungsring für zwei von Clara Gabriel

Clara Gabriel
Rettungsring für zwei

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3776 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 271 Seiten
ASIN: B07F2H9X2R

 

 

Darum geht es:

Nur drei Tage vor der geplanten Hochzeit verunglückt Maries Verlobter tödlich. Trotzdem lässt sie sich von ihrer Freundin Eva überreden, die gebuchten Flitterwochen anzutreten. Eine Kreuzfahrt durch die Karibik. An Bord der Stella Maris muss Marie mit Schrecken feststellen, dass sie in ihrem Gefühlswirrwarr vergessen hat, dass sie das Romantic-Special gebucht hatte. Verliebte Paare so weit das Auge reicht! Sie beschließt, ihren Kummer in Alkohol zu ertränken und klettert später betrunken auf der Reling herum. Prompt wird sie von Paul gerettet, der glaubt, sie wolle sich umbringen. Hals über Kopf verliebt sich Marie in dessen meerblaue Augen, doch Paul ist nur um ihre Sicherheit besorgt.

Ich sage dazu:

Zuerst fand ich es etwas merkwürdig, dass jemand, deren Zukünftiger gerade gestorben ist, ein paar Tage später eine Kreuzfahrt antritt. Die Umsetzung fand ich jedoch glaubhaft und gelungen. Dass Marie sich in einem Auf und Ab der Gefühle befindet, liest man deutlich heraus. So kann man durchaus nachvollziehen, dass sie sich am ersten Abend an Bord maßlos betrinkt, als ihr klar wird, dass es auf dem Schiff von verliebten Paaren und Flitterwöchnern nur so wimmelt.

Marie trauert um ihren verstorbenen Verlobten, ist gleichzeitig aber auch unglaublich wütend auf ihn. Paul findet sie anfangs einfach nur unmöglich. Er nervt sie mit seiner selbst auserkorenen Rolle als ihr Beschützer und am liebsten würde sie ihm aus dem Weg gehen, wenn das auf der Stella Maris nur möglich wäre und dann sind da ja auch noch seine meerblauen Augen…

Paul ist ein einsamer Mann, dessen Lebenskonzept keine länger andauernde Beziehung zulässt. Er sieht sich in der Verantwortung, Marie vor einem Selbstmord zu bewahren, schützt damit aber gleichzeitig auch sich selbst. Erst nach und nach kann er sich eingestehen, dass da mehr ist als bloß das Gefühl um Maries Sicherheit besorgt zu sein.

Mit ihrem lockeren und flüssigen Schreibstil erzählt Clara Gabriel hier eine romantische Geschichte vor traumhafter Kulisse, die ich in einem Rutsch durchlesen musste.

Ich war noch nie auf einer Kreuzfahrt, konnte mir das Leben auf so einem Schiff Dank der bildhaften Schilderungen aber sehr gut vorstellen. Die Beschreibungen der angelaufenen Inseln stehen dem ihn nichts nach. Fernweh lässt grüßen!

Ich fand die Geschichte nicht nur witzig, weil Paul und Marie sich gegenseitig in ein paar unmögliche und peinliche Situationen bringen, sondern am Ende auch noch richtig spannend.

Auch die Charaktere mochte ich. Allen voran natürlich Marie und Paul. Aber auch ein paar der Nebencharaktere haben es mir angetan.

Maries Freundin Eva zum Beispiel. Sie ist eine flippige, lebenslustige Person, die Marie mitzieht, gleichzeitig aber auch Verständnis für ihre Situation aufbringt. Sie bestärkt Marie darin, das Leben und diesen Urlaub einfach mal zu genießen.

Sicherheitschef Ángel mochte auch sehr gern. Denn schon lange, bevor Paul es sich eingestehen kann, weiß er, wie es um diesen bestellt ist.

Die Aufmachung hat mir auch sehr gut gefallen. Die Kapitelüberschriften geben nämlich immer die Position an, an der sich Marie bzw. die Stella Maris gerade befindet und enthalten auch Angaben zum aktuellen Wetter. Außerdem sind sie mit hübschen, kleinen Rettungsringen verziert. Perspektivwechsel werden hingegen durch kleine Wellen angekündigt.

Wer also eine locker leichte Urlaubslektüre – vielleicht sogar für eine Kreuzfahrt – sucht, ist hier genau richtig.

 

[Rezension] Glück ist Liebe, Honey von Jo Berger

Jo Berger
Glück ist Liebe, Honey

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 610 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 277 Seiten
ASIN: B07F1V9JSH

Darum geht es:

Mascha ist zufrieden mit ihrem Leben. Sie arbeitet in einer kleinen Parfümerie als Kosmetikerin und bereitet nebenbei ihre Hochzeit mit ihrem langjährigen Lebensgefährten Alex vor. Eines Tages wird sie von ihrer Lieblingskundin, Adele von Grafensberg, einer älteren, exzentrischen Dame, dazu eingeladen, diese auf eine Kreuzfahrt auf der MS Inspiration zu begleiten. Von Bali aus soll es nach Australien gehen und dort schließlich in Sydney enden. Aus einem spontanen Entschluss heraus, was ganz und gar untypisch für sie ist, sagt Mascha zu.

Manager David entstammt einem alten Adelsgeschlecht und leidet unter den antiquierten Standesdünkel, die sein Vater vertritt. Dieser hat sich nämlich in den Kopf gesetzt, David mit der blaublütigen Tochter eines Geschäftspartners zu verheiraten. Als ihm die Streitereien mit seinem Vater über den Kopf wachsen, beschließt er kurzerhand Urlaub zu machen und bucht eine Suite auf der MS Inspiration.

Natürlich treffen Mascha und David an Bord aufeinander. Dass sie sich voneinander angezogen fühlen ist nicht zu verleugnen. Aber da ist auch noch Animateur Sandro, der ein Auge auf Mascha geworfen zu haben scheint.

Umschwärmt von gleich zwei Männern, die sie sehr anziehend findet, weiß Mascha nicht, was sie tun soll. Außerdem steckt sie ja mitten in den Hochzeitsvorbereitungen und sie liebt ihren Alex, der zu Hause auf sie wartet.

Ich sage dazu:

Gefühlschaos hoch drei! Oder um es mit den Worten des unvergessenen Robert Lembke zu sagen: Welches Schweinderl hätten’s denn gern? Egal wie – Mascha muss sich entscheiden.

Zu Hause wartet ihr Verlobter auf sie, der sich jedoch in letzter Zeit eher merkwürdig verhält und in seinen Nachrichten eher kurz angebunden ist. Okay, die Hochzeitsvorbereitungen überlässt er lieber Mascha und ihrer Mutter, aber ein bisschen mehr Engagement könnte er schon zeigen…

Sandro ist mit seinem Akrobatenkörper heißer als die Sonne, aber soll sich Mascha wirklich Hals über Kopf in diesen Urlaubsflirt stürzen? Immerhin ist da ja noch ihr Verlobter…

Und schließlich David. Der Kerl scheint mehr Geld zu haben als ihm gut tut und außerdem hängt er dauernd am Handy und telefoniert mit einer Frau…

Wie sie es dreht und wendet, steht Mascha zwischen diesen drei Männern und weiß nicht, wie sie sich entscheiden soll.

Zum Glück ist da noch Adele, die sie mit ihren immer griffbereiten Zitaten und Weisheiten in die richtige Richtung schubst.

Wie immer hatte mich Jo Berger mit ihrem unnachahmlichen Schreibstil von der ersten Seite an. Mit ihrem Wortwitz und Humor hat sie mich mehr als einmal laut loslachen lassen. Das ein oder andere Tränchen ist allerdings auch geflossen.

Die Protas, die sie hier ersonnen hat mochte ich (fast) alle sehr. Die Hauptcharaktere ebenso wie die Nebencharaktere. Allen voran natürlich Adele, die mich mit ihren schrillen Outfits und ihrer Persönlichkeit fasziniert hat. Auch das Leben auf einem Kreuzfahrtschiff und die bereisten Orte konnte ich mir wunderbar bildlich vorstellen.

Diese Geschichte ist einfach prall gefüllt mit Emotionen. Sie lässt einen lachen, weinen, hoffen und sehnen.

Ob nun als Urlaubslektüre oder für zu Hause auf dem Sofa – ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.

[Rezension] Robin – High in the Sky von Charlotte Taylor

Charlotte Taylor
Robin – High in the Sky

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 4416 KB
ASIN: B07D2J8Z4B

 

 

Darum geht es:

Robin ist eine erfolgreiche Wirtschaftsanwältin, die in der Kanzlei ihres Großvaters arbeitet und ihren Job über alles liebt. Doch als eines Tages ihr guter Ruf und der der Kanzlei auf dem Spiel steht, verdonnert ihr Großvater sie zu einer Auszeit. Er schickt sie nach San Francisco, wo sie unter Aufsicht ihres jüngeren Bruders so gut wie nicht arbeiten darf. Um die Wohnsituation zu entzerren, nimmt sie das Angebot der exzentrischen, achtzigjährigen Rosalynd an und zieht in deren Mansarde. Blöd nur, dass Rosalynd „vergessen“ hat zu erwähnen, dass sie die Wohnung auch ihrem Enkel Sky angeboten hat.

Sky ist nämlich gerade bei seiner Großmutter untergekommen, nachdem er alles verloren hat. Die Hilfsorganisation, die er in Äthiopien nach dem Tod seiner Eltern gegründet hatte, gibt es nicht mehr. Die Frau, die er heiraten wollte, hat ihn verlassen und das Geld aus der Stiftung ist auch weg. Völlig perspektivlos trifft er nun auf Robin, die er für eine geldgierige, kaltherzige Karrieretussi hält. Robin hingegen ist von dem in ihren Augen idealistischen Gutmenschen auch nicht gerade begeistert.

Während sich beide noch mit ihren persönlichen Katastrophen auseinandersetzen, müssen sie sich gleichzeitig mit dem Zusammenleben in dieser ungewollten WG arrangieren. Nach und nach entwickelt sich dann eine tiefe Freundschaft, aus der möglicherweise mehr werden könnte. Doch dann passiert etwas, das alles verändert…

Ich sage dazu:

Was für eine Achterbahnfahrt! Die komplette Story stürzt einen in ein auf und ab der Gefühle. Was zunächst nach einer einfachen Liebesgeschichte aussieht, entpuppt sich nach und nach als sehr viel komplexer. Es geht um Freundschaft, Vertrauen und Liebe. Es geht um die Familie, in die man geboren wurde und um die, die man sich aussucht. Aber es geht auch um Erpressung, Korruption und die mafiösen Strukturen in der Entwicklungshilfe.

Mit ihrem locker-leichten und sehr bildhaften Schreibstil ist es CharlotteTaylor gelungen, dass mir die Charaktere im Buch allesamt sehr schnell ans Herz gewachsen sind.

Sky ist ein sensibler Mann, der vom Schicksal arg gebeutelt wurde. Er hadert sehr mit der Situation in der er sich befindet und würde wohl den Kopf in den Sand stecken, hätte er nicht das große Glück, von seiner Großmutter und deren Freunden aufgefangen zu werden.

Kühl, reserviert und mit ihrem Job verheiratet kommt Robin daher. Freizeit ist für sie ein Fremdwort. Zum Nichtstun verdonnert weiß sie deshalb auch erstmal nichts mit sich anzufangen.

Auch wenn Sky mitunter ein bisschen antriebslos wirkt und Robin scheinbar nur ihre Karriere im Sinn hat, konnten beide recht schnell Sympathiepunkte bei mir gewinnen. Ebenso ging es mir mit den meisten Nebencharakteren.

Rosalynd, Skys Großmutter zum Beispiel ist eine tolle Frau. Mit jeder Menge Lebenserfahrung im Gepäck zieht sie ganz subtil die Schicksalsfäden. Nicht ganz so subtil geht Luci, Robins zukünftige Schwägerin vor. Sie ist eine quietschvergnügte Naturgewalt, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Aber auch Chiara, Robins beste Freundin versteht es, sowohl Robin als auch Sky den Kopf zurechtzurücken.

Abschließend kann ich nur sagen, dass Robin – High in the Sky ein Buch ist, das auch ernste Themen so verpackt, dass man sich jederzeit gut unterhalten fühlt und mitfiebern kann. Deshalb kann ich die Geschichte auch nur uneingeschränkt weiter empfehlen.

 

[Lesung] Volker Klüpfel und Michael Kobr am 4. Juni in Olpe

Lesungsabend bedeutet auch (fast) immer Mädelsabend mit Anja und Claudia. Diesmal hatten wir es als dickes Extra mit vereinten Kräften sogar geschafft, Clara Gabriel hinter ihrem Schreibtisch hervor zu zerren. Und das, obwohl die Geburt ihres Buch-Babys kurz bevor steht.

Da Clara und ich das gleiche sauerländer Kaff beset…wohnen, war sie so nett mich zu Hause einzusammeln. Gemeinsam gings dann nach Olpe.

 

Im Cineplex warteten Anja und Claudia schon auf uns. Also erstmal für das leibliche Wohl sorgen und dann losklönen.

Vor lauter Quatschen hätten wir dann fast den Einlass verpasst. Wie gut, dass unsere Platzbesetzerin Claudia schnell reagiert hat. So konnten wir in aller Ruhe unsere Stammplätze einnehmen.

Kurze Zeit später ging es los. Michael Kobr und Volker Klüpfel betraten den Kinosaal und nahmen ihre Plätze ein.

Herrlich grantig stellten sie ihr neues Buch „Kluftinger“ vor. Anschließend folgte ein Auszug aus ihren Anfängen, war man sich doch anfangs nicht sicher wohin die Reise gehen sollte. Sollte es ein Mystery-Thriller à la Dan Brown werden oder doch lieber etwas hochliterarisches? Aber egal wie die beiden Autoren es auch anfingen: am Ende war es immer Kluftinger.

Ich kann nur jedem empfehlen, sich die Show von Klüpfel & Kobr anzusehen, wenn ihr die Gelegenheit habt. Lohnt sich!

Auf alle Fälle war der Abend total gelungen und absolut wiederholenswert.

Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von Claudia Schunke, Schunke Pictures

 

 

 

[Rezension] Sturm von Uwe Laub

Uwe Laub
Sturm

Taschenbuch: 400 Seiten
erschienen am 12. Februar 2018
im Heyne-Verlag
ISBN: 978-3453419803

 

 

Darum geht es:

Unerklärliche Wetterphänomene wie sich blitzartig bildende Tornados, Hagelschauer mit faustgroßen Hagelkörnern ebenso wie ein Blizzard mitten in Deutschland oder das Auftauen des Permafrostbodens in Sibirien bilden den Auftakt zu diesem ausgeklügelten Thriller aus der Feder von Uwe Laub. Doch im Vergleich zu dem, was noch kommt, ist das alles harmloses Geplänkel. Mitten hinein geraten die Sekretärin Laura Wagner und der Meteorologe Daniel Bender. Sie werden konfrontiert mit einer Gruppe von Menschen, die das Wetter so manipulieren, dass sie es als Waffe einsetzen können.

Ich sage dazu:

Bildgewaltig und flüssig erzählt der Autor hier eine Geschichte, die einen atemlos aber auch nachdenklich zurück lässt. Die Figuren sind authentisch und haben mir allesamt gut gefallen. Die Hauptcharaktere ebenso wie die bösen Buben. Man merkt deutlich, dass dieser Wissenschafts-Thriller hervorragend recherchiert wurde. So schafft es der Autor wissenschaftliche und technischen Themen so in die Geschichte einzubauen, dass auch Laien damit nicht überfordert sind.

Mit Sturm ist Uwe Laub ein komplexer Thriller gelungen, der gar nicht mal so realitätsfern ist. Den Traum, das Wetter zu beeinflussen, haben die Menschen schon seit undenklichen Zeiten und heutzutage sind Wettermanipulationen tatsächlich an der Tagesordnung. Zu versuchen, aus dieser Fähigkeit eine Waffe zu schmieden, liegt wohl auch in der Natur des Menschen. Auch wenn es sich um eine fiktive Geschichte handelt, fragt man sich unweigerlich, ob es da einen Zusammenhang gibt, wenn man in den Nachrichten von Überschwemmungen auf der einen und Dürren auf der anderen Seite hört. Denn wie heißt es so schön: Der Flügelschlag eines Schmetterlings kann an einer anderen Stelle der Welt einen Wirbelsturm auslösen.

[Lesung] Clara Gabriel vom 12. April 2018

Bereis am 16. Februar hatte Clara Gabriel ihre Postkarten und ihr Buch „Postkarten an Dora“ in der Bücherei unseres Städtchens vorgestellt. Natürlich hatte ich schon frühzeitig die Tickets besorgt….

Leider hatte uns die diesjährige Grippe- und Erkältungswelle einen Riesenstrich durch die Rechnung gemacht.

Blogfotogräfin Claudia (Schunke Pictures) lag mit Fieber flach. Viel besser sah es bei Anja (anjas-insel) auch nicht aus. Ich war bis dahin zwar angeschlagen aber noch fit. Bis zum Tag der Lesung. Da hatten meine Erkältungsviren beschlossen, eine Mega Party zu feiern. So fiel für mich die Lesung also auch flach.

Die Lesung im Nachbarstädtchen hätte ich wohl auch verpasst, hätten diese verflixten Viren nicht auch bei Clara zugeschlagen.

Nun wurde die so ausgefallene Lesung also gestern endlich nachgeholt. Leider ohne Anja und Claudia, die beide verhindert waren. Ich habe mich also alleine auf den Weg gemacht.

Kaum angekommen, trat auch schon Clara durch die Tür nach draußen. Da war die Freude natürlich groß. Zum Glück haben wir vor lauter Quasseln nicht den Beginn der Lesung verpasst.

Kurz vor Beginn haben wir dann auch unsere Plätze eingenommen. Clara auf der Bühne, ich davor.

Clara erzählte, wie sie auf der Suche nach passenden Motiven für Weihnachtskarten die olle Kiste mit den Postkarten im Keller ihrer Eltern durchwühlte, als ihr auffiel, dass die Karten alle an die selbe Person adressiert waren. Erste Recherche zu dieser Dora Neumann verliefen jedoch im Sande. Deshalb hat sie nach einer Weile beschlossen, sich ihre eigene Geschichte auszudenken, wobei sie sich streng an die Vorgaben der Karten richtete, was Zeit und Ort und Motiv anging.

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Nach einem Ausschnitt aus „Postkarten an Dora“ zeigte sie weitere Karten. Auf diese Weise führte die Autorin durch einen spannenden, lehrreichen und unterhaltsamen Abend, der von mir aus noch gerne länger hätte dauern können.

Während der Pause hatte ich dann auch die Möglichkeit, eines ihrer Bücher zu kaufen und signieren zu lassen. Außerdem hatte ich das große Vergnügen, Claras Mutter und deren Freundin kennenzulernen, die mich gleich nach meiner fachmännischen Meinung zu Buch und Lesung ausquetschten. 😀

Viel zu früh war der Abend dann auch schon wieder zu Ende.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich die Postkarten auf der wirklich sehr interessanten und spannenden Seite der Autorin hier anschauen:
www.doras-postkarten.de

DSGVO

Zum 25. Mai tritt die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) in Kraft. Ein leidiges Thema, mit dem wir Blogger uns aber nun mal auch auseinandersetzen müssen. Jetzt habe ich in den letzten Tagen versucht, mich in das Thema einzulesen und bin zunächst hilflos gescheitert.

Google sei dank bin ich auf einen tollen Beitrag bei <a href=“https://lesefreude.at/dsgvo-leifaden-fuer-blogger/“>Lesefreude</a> gestoßen. Voller Elan wollte ich die Sache angehen…. und musste feststellen, das meiste kann ich gar nicht ändern, da mein Seitenanbieter bei meinem Tarif gar keinen Zugriff auf Plugins z.B erlaubt. Für mich bleibt an dieser Stelle also erstmal nur abzuwarten.

Was ich bisher gemacht habe sind:

– einige Widgets zu entfernen (Social Media Folge-Buttons, Folgen per E-Mail etc.)

– den Hinweis auf Cookies möglichst sichtbar unterzubringen

– die Datenschutzbestimmungen auf meiner Seite auf den zur Zeit neuesten Stand zu bringen.

Außerdem habe ich bei der Gelegenheit meinem Blog ein neues Kleid verpasst und ein furchtbar heilloses Chaos angerichtet.

In den nächsten Tagen/Wochen werde ich wohl mit Aufräumen beschäftigt sein und der Dinge harren die da kommen. *seufz*