[Rezension] Bartimäus 2. Das Auge des Golem von Jonathan Stroud

Autor: Jonathan Stroud
Titel: Bartimäus 2. Das Auge des Golem (Hier geht’s direkt zum Buch)
Format: Taschenbuch
Verlag: cbj
ISBN: 978-3-570-21853-2
Preis (D): 8,95 €

Inhalt:

Seit Nathaneal dem Premierminister das Amulett von Samarkand überreicht hat, sind 2 Jahre vergangen. Inzwischen arbeitet er im Innenministerium unter seiner neuen Meisterin Jessica Whitwell. Seine Aufgabe ist es, den so genannten Widerstand zu zerschlagen. Doch plötzlich taucht eine neue Gefahr auf, gegen die man mit Magie nicht ankommt. Natürlich holt sich Nathaneal Hilfe und wer wäre da geeigneter als der widerborstige Dschinn Bartimäus…

Meine Meinung:

Aus Nathaneal ist leider ein arrogantes A***ch geworden. Alles, was er im Kopf hat, ist seine Position zu behaupten. Das kommt wohl dabei heraus, wenn man lieblos aufwächst und zu früh zu viel Verantwortung übernehmen muss. Dafür ist Bartimäus umso besser drauf. Wenns ums Sprüche klopfen geht, läuft er zu Höchstformen auf. Bei dieser Geschichte hat er mir fast noch besser gefallen als in Teil 1.

Schon im 1. Teil war vom Widerstand die Rede. In diesem 2. Teil der Geschichte lernt man die Mitglieder dieser Organisation ein bisschen näher kennen. Insbesondere ein Mädchen in Nathaneals Alter. Kitty. Kitty war mir durchweg sympathisch. Man erfährt, wie sie aufgewachsen ist und warum sie die Zauberer so sehr verabscheut.

Die Zauberer sind nämliche eine elitäre, selbstverliebte Clique. Alle stecken mehr oder weniger unter einer Decke und alle haben auf die eine oder andere Weise Dreck am Stecken. Dabei ist es jedoch keinesfalls so, dass die Zauberer sich untereinander wohlgesonnen wären. Im Gegenteil! Jeder ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht und versucht immer und zu jeder Zeit die anderen zu hintergehen, zu übervorteilen oder gar aus dem Weg zu räumen.

Jonathan Stroud hat hier eine völlig neue politische Weltordnung erschaffen. So war Tschechien vormals eine Weltmacht, die von England gestürzt und somit abgelöst wurde. Die alleinige Herrschaft obliegt den Zauberern. Menschen ohne magische Begabung werden als „Gewöhnliche“ bezeichnet. Die gesellschaftliche Ordnung, die Stroud hier zeigt, kommt einem aber leider seltsam bekannt vor.

Auch in diesem Band greift der Autor wieder auf verschiedene Erzähl-Perspektiven zurück. Die mit „Bartimäus“ überschriebenen Teile sind in der Ich-Form geschrieben und wie schon im Vorgänger-Band „würzt“ Jonathan Stroud diese Abschnitte mit Fußnoten. Neben Bartimäus kommen sowohl Nathaneal als auch Kitty zu Wort, aus deren Sicht der jeweilige Abschnitt dann geschrieben wurde.

Zwar haben mich auch in diesem Teil der Reihe die Fußnoten in meinem Lesefluss behindert, doch habe ich sie nicht mehr als gar so störend empfunden.

Alles in allem kann ich sagen, dass mir dieser Teil der Reihe sogar noch ein bisschen besser gefallen hat, als Teil 1.

Fazit:

Würdige Fortsetzung und somit klare Leseempfehlung!

Die Reihenfolge der einzelnen Bände:

  1. Das Amulett von Samarkand
  1. Das Auge des Golem
  1. Die Pforte des Magiers
  1. Der Ring des Salomo

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