[Rezension] Bartimäus – Der Ring des Salomo von Jonathan Stroud

Autor: Jonathan Stroud
Titel: Bartimäus 4. Der Ring des Salomo (Hier geht’s direkt zum Buch)
Originaltitel: Bartimaeus IV
Format: ebook (epub)
Verlag: cbj
ISBN: 978-3-641-05132-7
Preis (D): 9,99 €

Inhalt:

Der arme, versklavte und überhaupt arg gebeutelte Dschinn Bartimäus, der vööööllig unberechtigt den Zorn König Salomos auf sich zieht, wird zusammen mit ein paar anderen Dschinn und seinem Herrn dazu verdonnert, die Wüste von Banditen zu befreien. Dabei rettet er der Wächterin Asmira das Leben. Diese wiederum ist im Auftrag ihrer Königin – der von Saba, genau genommen – unterwegs nach Jerusalem, um den dortigen König – richtig, das ist Salomo – zu töten und dessen sagenumwobenen Ring an sich zu bringen. Um dies bewerkstelligen zu können, stielt Asmira dem Zauberer Khaba, der nebenbei bemerkt Bartimäus Herr ist, eine Flasche. Im Inneren dieser Flasche sitzt nämlich ein Dschinn, der den Unmut seines Herrn auf sich gezogen hat. Diesen Dschinn beschwört Asmira alsbald. Er soll ihr bei ihrer ruchlosen Tat hilfreich zur Seite stehen, und dieser Dschinn ist niemand anderer als – auch wieder richtig geraten – Bartimäus!

Meine Meinung:

Natürlich kann man, wenn man sich Mühe gibt, Parallelen zur Trilogie finden. Ich persönlich finde jedoch, dass es dem Autor hervorragend gelungen ist, eine eigenständige Geschichte zu schreiben, die zeitlich weit vor den Ereignissen der vorherigen Bände anzusiedeln ist.

Die einzelnen Charaktere versteht Jonathan Stroud gekonnt in Szene zu setzen. So gewinnt man von König Salomo anfangs den Eindruck, dass es sich um einen unsympathischen Despoten handelt, während Balkis, die arme bedrohte Königin von Saba ist. Zum Ende der Geschichte hin musste ich meine Meinung dahin gehend allerdings korrigieren.

Die größte Entwicklung macht Asmira durch. Von einer fanatischen Anhängerin ihrer Königin entwickelt sie sich zu einer eigenständig denkenden jungen Frau. Natürlich mit Hilfe von Bartimäus.

Durch und durch unsympathisch und überhaupt einfach nur widerlich fand ich den Zauberer Khaba. Ebenso wie seine beiden Lieblingsdämonen Ammet und Gezeri.

Ja, und Bartimäus? Bartimäus ist einfach Bartimäus! Mit seiner Erzählweise und seinem Verhalten hat er mir so manchen Lacher entlockt und ich wäre ganz sicher nicht abgeneigt, mehr von dem respektlosen Dschinn zu lesen.

In gewohnter Manier bedient sich Jonathan Stroud auch hier wieder verschiedener Erzählweisen. Zum einen berichtet Bartimäus aus seiner Sicht in der Ich-Form. Zum anderen wird die Geschichte, bis auf wenige Ausnahmen, aus Asmiras Sicht erzählt und ist in der 3. Person geschrieben. Überschrieben sind die einzelnen Kapitel jeweils mit dem Namen, aus dessen Sicht gerade erzählt wird.

Wie auch schon in der Bartimäus-Trilogie tragen Fußnoten bei Bartimäus Teil der Story zur näheren Erklärung verschiedener Dinge bei. Die Fußnoten behindern zwar den Lesefluss, gehören aber einfach dazu und geben der Geschichte das gewisse Etwas.

Fazit:

Wer hier eine Fortsetzung der Ereignisse der Trilogie erwartet, liegt falsch. Vielmehr handelt es sich um einen Einzelband, der meiner Meinung nach sogar unabhängig von den vorherigen Bänden gelesen werden kann. Trotzdem würde ich jedem Neueinsteiger natürlich vorher die Trilogie ans Herz legen.

Bleibt noch anzumerken, dass ich dieses Buch als eBook gelesen habe. Die Fußnoten machen dabei das Lesen aber eher umständlich. Wer sich also mit dem Gedanken trägt, diese Story zu lesen, dem rate ich in diesem Fall unbedingt zur gedruckten Version zu greifen.

Die Reihenfolge der einzelnen Bände:

  1. Das Amulett von Samarkand
  1. Das Auge des Golem
  1. Die Pforte des Magiers
  1. Der Ring des Salomo

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