[Rezension] Der Junge, der Träume schenkte von Luca Di Fulvio

Autor: Luca Di Fulvio
Titel: Der Junge der Träume schenkte
Originaltitel: La Gang dei Sogni
Format: ebook (epub)
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-8387-1759-3
Preis (D): 8,49 €

*Inhalt:*

1908: Die junge Italienerin Cetta Luminita geht zusammen mit ihrem kleinen Sohn Natale, dem Ergebnis einer Vergewaltigung, auf Ellis Island, New York an Land. Sie träumt den amerikanischen Traum und hofft auf ein besseres Leben. Die Einwanderungsbehörden übergeben das Mädchen kurzerhand an Sal, einen hässlichen Mann mit schmutzigen Händen, der Cetta zur Prostituierten macht, und verpassen dem kleinen Natale den amerikanischen Namen Christmas.

Christmas wächst in den Straßen der Lower East Side auf. Es ist die Zeit der Gangsterbosse und Straßengangs. Zusammen mit seinem Kumpel Santos gründet Christmas daher seine eigene Gang. Die Diamond Dogs.

Mit seinem Talent, Geschichten zu erzählen und dabei die Grenzen zwischen Schein und Sein zu verwischen, macht Christmas den Leuten weis, ein gefährlicher Gangster zu sein.

Eines Abends finden Christmas und Santos die gleichaltrige Jüdin Ruth Isaacson auf der Straße. Sie wurde von Bill, dem Gärtner ihrer Familie vergewaltigt, verprügelt und verstümmelt dort liegen gelassen. Christmas bringt Ruth ins Krankenhaus und als sie sich in die Augen schauen, ist es für beide Liebe auf den ersten Blick.

Doch was soll aus den beiden werden? Sie kommen aus verschiedenen Welten und die Angst hält Ruth fest im Griff. Trotzdem treffen sie sich Woche für Woche auf einer Bank im Central Park. Doch dann beschließen Ruth’ Eltern, von New York nach Los Angeles zu ziehen und reißen die jungen Leute somit auseinander. Am Bahnhof, als der Zug mit seiner geliebten Ruth schon anfährt, schwört Christmas ihr, sie zu finden. Fortan bestimmt dieses Versprechen das Leben von Christmas und Ruth.

*Meine Meinung:*

Manchmal kalt, unpersönlich und brutal, dann wieder warmherzig und liebevoll, erzählt der Autor vom Leben seiner Protagonisten Cetta und Sal, Ruth und Christmas und auch dem sadistischen Vergewaltiger und Mörder Bill widmet er seine Aufmerksamkeit.

Über 20 Jahre begleitet man so das Leben dieser Menschen und teilt mit ihnen Freud und Leid, Erfolg und Versagen. Zusammen mit ihnen lernt man die Straßen in den Ghettos von New York kennen, trifft auf Gangsterbosse und Huren, aber auch auf Stars und Sternchen.

Bis auf Bill waren mir fast alle Charaktere auf ihre Art sympathisch. Besonders ans Herz gewachsen ist mir dabei Sal, der harte Gangster, der tief im Inneren doch so butterweich ist. Über seine Beziehung zu Cetta und Christmas musste ich mehr als einmal schmunzeln.

Für Bill hätte ich mir allerdings ein anderes Ende gewünscht. Das ging mir ein bisschen zu schnell und plötzlich.

Alles in allem kann ich aber sagen, dass der Autor einen wirklich mitreißenden Schreibstil hat und mir die Geschichte ausgesprochen gut gefallen hat. Deshalb gibt es von mir die volle Punktzahl und einen 100%-ige Leseempfehlung!

Bleibt noch zu sagen, dass ich das Buch sicher nicht zur Hand genommen hätte, hätte Mella nicht vorgeschlagen, es gemeinsam zu lesen. Danke dafür, Süße!

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