[Rezension] Der Anschlag – Stephen King

Originaltitel: 11/22/63
Format: ebook (epub)
Verlag: Heyne
ISBN-13: 978-3-641-06440-2
Preis [D]: 21,99 €
Bevor ich zur eigentlichen Rezi komme, sei angemerkt, dass Stephen King von Ende der 80er bis Mitte der 90er mein absoluter Herr und Meister war. Ich habe alles gelesen, was ich von ihm in die Finger kriegen konnte und wenn es nichts neues gab, habe ich einfach wieder von vorn angefangen. Und dann – Schluss. Aus. Sense. Finito. Warum kann ich nicht mal sagen. War einfach so. Seither habe ich keinen King mehr angerührt. Bis jetzt…
Darum geht es:
Was wäre wenn? So soll, kann, muss die Überschrift zu dieser Rezi lauten!
Was wäre wenn Lee Harvey Oswald am 22. November 1963 NICHT Präsident John F. Kennedy erschossen hätte? Wie hätte sich die Weltgeschichte verändert, wenn jemand Oswald aufgehalten hätte?
Genau diese Möglichkeit eröffnet sich dem Englischlehrer Jake Epping, der mit Hilfe eines Zeitportals aus dem Jahr 2011 zurück reist nach 1958…
Ich sage dazu:
Hui… schwere Geburt!
Nach den ersten paar Seiten hatte ich ein Gefühl, das „nach Hause kommen“ sehr, sehr nahe kommt. Selbst nach beinahe 20 Jahren habe ich ihn doch gleich wieder erkannt – den Meister. Und doch hat er mich nach all den Jahren nicht mehr so fest in seinem Griff. Ja, Mr. King es gibt Kritik!
Auf über 1000 Seiten habe ich Jake Epping alias George Amberson bei seinem Vorhaben begleitet, Lee Harvey Oswald aufzuhalten. Typisch dabei waren ein paar mysteriöse Personen und Begebenheiten und auch ein Treffen mit alten Bekannten. So hört man in Derry, Main von einem Mörder im Clownskostüm und begegnet ein paar der Kinder aus „Es“. Auch gibt es Gebäude, Städte, Landschaften, die irgendwie böse sind…
Der Umfang der Geschichte ist mein eigentlicher Kritikpunkt. Es gab doch deutliche Längen. Zwar fügt sich am Ende alles zu einem großen Ganzen, doch hätte ich dankend auf irgendwelche Sportereignisse aus den Jahren 1958 bis 1963 verzichten können, die nicht nur angerissen, sondern in allen Einzelheiten Seiten lang beschrieben wurden. Gleiches gilt für diverse Schulaufführungen.
Sicher, es galt 5 Jahre bis zum Showdown zu überbrücken, die auch im wahren Leben nicht durchgehend spannend wären, aber das hätte sich ja durchaus verkürzen lassen.
Lange Rede, kurzer Sinn: 500 bis 600 Seiten hätten’s auch getan!
Das Ende widerum hat für vieles entschädigt, so dass ich zu folgendem Fazit komme:
Lang, aber gut!

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