[Rezension] Mond aus Glas – Christine Spindler

Autor: Christine Spindler 

Titel: Mond aus Glas

Format: Flexibler Einband

Verlag: Renate Götz Verlag

ISBN-13: 978-3-902625-20-5

Preis [D]: 17,90 €    

Darum geht es:

Seit Lunas Zwillingsschwester Stella bei einer Tumoroperation starb, trauert ihre Familie. Jeder auf seine ganz eigene Art. Doch daran droht die Familie zu zerbrechen. Bis Luna Finn kennen lernt, den Jungen, der gerade hergezogen ist. Als sie schließlich bemerkt, dass sie offenbar geheimnisvolle Fähigkeiten entwickelt, ändert sich alles.

Ich sage dazu:

Da dies ja mein 1. Reziexemplar war und mich die Autorin um meine Meinung zu dem Buch gebeten hat, könnte ich in meiner Euphorie natürlich in Lobeshymnen verfallen. Aber ehrlich wäre auch nicht schlecht, oder? Sehe ich auch so. Also ehrlich. J

Viel ist es auch gar nicht, was ich zu kritisieren habe und so richtig meckern werde ich schon mal gar nicht. Das hebe ich mir für Bücher auf, die es verdient haben. 😉

Also, mir war die Liebesgeschichte zwischen Luna und Finn ein bisschen zu flach. Genauer gesagt das In-sich-verlieben. Es gab kein richtiges Kennenlernen und wenn es Liebe auf den ersten Blick war, kam das in meinen Augen nicht so wirklich rüber. Er sah sie, sie sah ihn und im nächsten Moment waren sie ein Paar.

Auch später gab es nochmal eine Szene, in der für mich die Gefühle der Protagonisten nicht so richtig spürbar waren.

***Spoiler***

Ich meine die Szene, in der Motte verschwunden ist. Finn war zwar außer sich, aber seine Mutter wirkte auf mich eher kalt.

***Spoiler Ende***

Dann die kleine Motte, Finns 10-jährige Schwester. Die Kurze hat eine Ausdrucksweise, die ich für ein Kind in dem Alter erstaunlich finde. Das muss ich jetzt aber kurz ins rechte Licht rücken. Motte möchte, wenn sie groß ist, Tierheilpraktikerin werden. Dafür übt sie an ihren Stofftieren und wirft dabei mit Begriffen wie Balneotherapie (wovon ich nicht gewusst hätte, was es ist, hätte sie es nicht erklärt) und ähnlichem um sich. Einen richtigen Kritikpunkt würde ich das jetzt aber nicht mal nennen, da ich selber so einen kleinen Klugscheißer habe, der schon mit fünf Paläontologe werden wollte. J

Insgesamt fand ich aber alle Charaktere durchaus toll ausgearbeitet.

Besonders liebenswert fand ich die geistig behinderte Tante Evi, die zu jeder Tätigkeit eine bestimmte Melodie summt und die Dinge überhaupt ganz anders wahrnimmt.

Das wiederum tut auch Luna, was aber erst nach dem Tod ihrer Zwillingsschwester so richtig ans Licht kommt. Für mich weist Luna ganz klar ein paar autistische Züge auf. Was man um Himmels Willen jetzt nicht als Kritik auffassen sollte. Damit bin ich nämlich an dieser Stelle längst durch und verfalle in die genannten Lobeshymnen. 😉

Um dem gerecht zu werden, sei erwähnt, dass ich dieses Buch in seiner Gesamtheit ganz wunderbar fand. Besonders wunderbar war für mich dabei, dass ich mich an vielen Stellen in der Geschichte selber hinterfragt habe. Ich habe mich immer wieder dabei ertappt, dass ich mich gefragt habe, wie ich anstelle der Protagonisten reagiert hätte oder reagieren würde. Wiedererkannt habe ich mich in keinem der Charaktere, aber nachdenklich gemacht hat mich die Geschichte dennoch. Überhaupt sind mir beim Lesen so viele Gedanken durch den Kopf geschossen, dass allein die Menge für ein eigenes Buch gereicht hätte. 😀

Fazit:

Ein Buch über Trauer und Hoffnung, das nachdenklich stimmt, den Leser jedoch nicht traurig zurück lässt.

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