[Rezension] Saeculum – Ursula Poznanski

Titel: Saeculum
Format: Klappenbroschur
Verlag: Loewe
ISBN-13: 978-3-7855-7028-9
Preis: 14,95 € (D), 15,40 € (A)
ab 14, Erstmals erschienen 2011, 4. Auflage 2013
496 Seiten, 14.0 x 21.5 cm
Darum geht es:
Saeculum nennt sich die Rollenspielgruppe, die auf Mittelaltermärkten auftritt und MIttelalter-Conventions veranstaltet.
Als der Medizinstudent Bastian ein Mädchen aus dieser Gruppe kennenlernt, überredet sie ihn, sie auf die nächste Convention zu begleiten. Dafür reist die Gruppe in einen einsam gelegenen Wald. Fünf Tage lang wollen sie dort Mittelalter spielen. Doch es gibt eine alte Sage, nach der über dieser Gegend ein Fluch liegt. Bis auf die abgedrehte Doro schenken die Rollenspieler dem zunächst keine Beachtung. Aber dann verschwinden nach und nach Mitspieler und weitere mysteriöse Dinge geschehen…
Ich sage dazu:
Ein Wahnsinnsbuch!!!
Bastian ist eigentlich ein Streber, der lieber über seinen Büchern hockt, als aktiv zu sein. Als Sandra ihn jedoch zu einem Mittelaltermarkt schleift und er dort ihre Freunde kennen lernt, lässt er sich nur zu gerne überreden, an der Convention teilzunehmen. Erhofft er sich doch, so mehr Zeit mit Sandra verbringen zu können und ihr näher zu kommen. Hinzu kommt, dass er so seinem herrischen Vater für kurze Zeit zu entkommen kann. Doch kaum im Wald angekommen, lässt Sandra ihn links liegen und dann nehmen die Ereignisse eine Wendung, die ihn in Lebensgefahr bringen.
Nicht viel besser ergeht es Iris, dem verschlossenen Mädchen, das ein dunkles Geheimnis mit sich herum zu tragen scheint. Offenbar fühlt sie sich verfolgt. Doch von wem und warum?
Doro, die sich für eine Hexe hält, ist die einzige, die fest an den Fluch von Tristram von Falkenwarth glaubt. Mit steigender Angst und Hysterie gelingt es ihr nach und nach immer mehr Spieler auf ihre Seite zu bringen, was letztendlich fatale Folgen hat.
Gut, dass es trotz allem ein paar Convention-Teilnehmer gibt, die sich von ihrem abergläubischen Geschwätz nicht beeinflussen lassen. Unter ihnen auch den charismatischen Anführer der Gruppe Paul.
Die Hauptcharaktere der Geschichte waren meiner Ansicht nach gut ausgearbeitet und vor allem Bastian und Iris waren mir sympathisch. Aber auch den gemütlichen, freundlichen Steinchen und seinen Kumpel Warze mochte ich sehr. Andere hingegen waren weniger liebenswert. Allen voran Doro, die ich mehr als einmal gerne geschüttelt hätte, damit sie von ihrem Trip runter kommt.
Die Auflösung der Geschichte hatte ich zwar zum Teil schon geahnt, dem Lesevergnügen konnte das jedoch keinen Abbruch tun. Der flüssige und anschauliche Schreibstil von Ursula Poznanski hatte mich ruck zuck in seinen Bann gezogen. Die Spannung steigerte sich fast ins Unerträgliche es war mir kaum mehr möglich, das Buch auch nur kurz zur Seite zu legen. Die Seiten flogen nur so dahin und von mir aus hätte die Geschichte auch doppelt so lang sein können.
Fazit:
Ein weiteres Buch aus der Feder von Ursula Poznanski, das ich uneingeschränkt weiter empfehlen kann.

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