[Rezension] Fever von Deon Meyer

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Deon Meyer
Fever

Kindle Edition, 3637 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 692 Seiten

erschienen bei Aufbau Digital; Auflage: 1 (9. Oktober 2017)

 

Darum geht es:

Fünfundneunzig Prozent der Weltbevölkerung sind einem Fieber zum Opfer gefallen. Für die wenigen Überlebenden beginnt der Kampf ums Überleben.

Nico zieht mit seinem Vater Willem Storm durch ein postapokalyptisches Südafrika, wobei Willem von einer neuen, freien und demokratischen Gesellschaft träumt. Als sie in einer verlassenen Stadt an einem Stausee ankommen, macht Willem seinen Traum wahr. Mit Hilfe eines Piloten, den sie unterwegs getroffen haben, verbreitet er unter den Überlebenden die Nachricht von seiner neu gegründeten Gesellschaft. Rasch wächst die Gemeinschaft. Unter ihnen befindet sich auch der geheimnisvolle Domingo. Er ist schweigsam und bleibt lieber für sich. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass Domingo über eine militärische Ausbildung verfügt. Somit ist klar, wem die Verteidigung von Amanzi, der Stadt des Lichts, obliegt. Denn die Bewohner sind nicht nur von wilden Tieren und Nahrungsknappheit bedroht. Es treiben auch marodierende Banden ihr Unwesen.

Nico bewundert Domingo maßlos und schließt sich, kaum dass er alt genug ist, seinem Trupp von Elitesoldaten, den Spottern, an.

Ich sage dazu:

Nico Storm blickt als 47-jähriger zurück und erzählt die Geschichte vom Mord an seinem Vater. Dabei blickt er weit zurück. Nämlich auf die Gründung Amanzis kurz nach der Pandemie. Doch nicht nur er allein erzählt die Geschichte. Auch die Bewohner der Stadt kommen immer mal wieder in Form von „Geschichtsaufzeichnungen“ zu Wort.

Nico erzählt von der Gründung einer neuen Gemeinschaft, für die auch neue Regeln gefunden werden müssen. Neben dem fehlenden Know-how spielen auch die Unbillen des Wetters eine Rolle. Für viele Dinge muss die nötige Technik erst mühselig beschafft werden. Schonungslos beschreibt er auch das Verhältnis zu seinem Vater und auch zu Domingo. Willem Storm ist ein gebildeter, friedliebender Mensch. Doch schon in jungen Jahren muss Nico erkennen, dass Willem nicht in der Lage ist, sich und seinen Sohn vor den Gefahren dieser neuen Welt zu schützen. Als Humanist überlässt Willem diese Aufgabe seinem Sohn. Nico ist dreizehn, als er zum ersten Mal gezwungen ist, zwei Männer zu töten. Es ist also nicht verwunderlich, dass der Junge Domingo als Helden verehrt, ist dieser ihm doch in vielerlei Hinsicht sehr viel ähnlicher als sein Vater.

Ich fand dieses Buch recht ungewöhnlich. Denn auch wenn die Geschichte sehr lang war bis zum eigentlichen Mord, war sie doch nie langweilig. Hinzu kommt, dass ich selten bis nie ein Buch gelesen habe, dass in Südafrika spielt. So bin ich des Öfteren über Namen, Orte. Anreden und Gepflogenheiten gestolpert, die fremd für mich waren. Am Ende des Buches befindet sich jedoch ein Glossar mit Erklärungen zu afrikaanssprachigen Wörtern und Begriffen.

Das Ende des Buches war dann völlig überraschend. Zwar gibt es Hinweise auf den Täter, doch sind diese nur sehr vage. Die Glaubwürdigkeit der Geschichte stelle ich nicht in Frage. Sie ist in sich schlüssig und es klären sich auch einige Fragen, die im laufe der Geschichte auftauchen. Ein paar Hinweise mehr auf den Täter hätte ich mir trotzdem gewünscht.

#aufbauverlag #deonmeyer #pandemie #postapokalypse #südafrika #virus

 

 

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