[Rezension] Wie verführt man einen Lord von Julia Quinn

Autor: Julia Quinn
Titel: Wie verführt man einen Lord?
Format: Taschenbuch
Verlag: Mira Taschenbuch
ISBN: 978-3-89941-539-1
Preis (D): 6,95 €

Inhalt:

Sophie Beckett ist die uneheliche Tochter des Earl of Penwood. Dieser nimmt sie im Alter von drei Jahren bei sich auf und gibt sie fortan als sein Mündel aus. Als der Earl wieder heiratet, ist dessen neue Frau Araminta gar nicht erbaut davon, Sophie zu beherbergen und zu erziehen. Nach dem plötzlichen Tod des Earls wird Sophie deshalb vom Mündel zur Zofe degradiert und muss für Araminta und deren Töchter schuften.

Eines Tages schleicht sich Sophie heimlich auf den Maskenball der Bridgertons. Dort begegnet ihr Benedict Bridgerton. Die beiden verlieben sich auf Anhieb. Doch Sophie kann ihm natürlich nicht sagen, wer sie ist. Außerdem muss sie den Ball um Mitternacht verlassen und alles, was von ihr zurückbleibt ist ein Handschuh.

Benedict macht sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Schönen, doch die bleibt spurlos verschwunden.

Ein paar Jahre später rettet Benedict das Dienstmädchen Sophie aus einer brenzligen Situation. Er fühlt sich magisch von ihr angezogen. Doch die beiden kommen aus verschiedenen Welten und außerdem hatte Benedict sich geschworen, die geheimnisvolle Dame vom Maskenball zu heiraten…

Meine Meinung:

Dies ist der 3. Teil der Reihe und „Aschenputtel“ bildet hier die Grundlage für die Geschichte von Benedict und Sophie. Es gibt die böse Stiefmutter samt Töchtern, den Maskenball und selbstverständlich darf auch der Prinz nicht fehlen. Der verlorene Schuh ist in diesem Fall ein Handschuh und die Schuhprobe, die leider gar nicht märchenhaft endet, findet von anderer Seite statt. Nichtsdestotrotz sind alle Elemente aus „Aschenputtel“ vorhanden.

Benedict war mir nicht immer sympathisch. Sein Verhalten konnte ich nicht immer so ganz nachvollziehen. Wo hingegen ich Sophies Standpunkt sehr wohl nachvollziehen konnte.

*Spoiler*

Benedict will Sophie zu seiner Geliebten machen. Dabei behält er natürlich im Hinterkopf, dass er früher oder später heiraten wird. Am liebsten die maskierte Dame. Er will zwar für Sophie und deren zukünftige Kinder sorgen, doch bedenkt er nicht, welch schweren Stand uneheliche Kinder im 19. Jahrhundert haben. Als Sophie ihm genau das zu bedenken gibt und sich weigert, seine Mätresse zu werden, wird er wütend, weil er seinen Willen nicht kriegt.

*Spoiler Ende*

Letztendlich wendet sich natürlich doch alles zum Guten. Welche Rolle Lady Bridgerton, Benedicts Mutter, dabei innehat, müsst ihr aber selber nachlesen.

Fazit:

Weil ich Benedict nicht immer mochte, vergebe ich „nur“ 9 Punkte/4 Sterne.

Die Reihenfolge der einzelnen Bände:

  1. Wie erobert man einen Duke?
  1. Wie bezaubert man einen Viscount?
  1. Wie verführt man einen Lord?
  1. Penelopes pikantes Geheimnis
  1. In Liebe, Ihre Eloise
  1. Ein hinreißend verruchter Gentleman
  1. Mitternachtsdiamanten
  1. Hochzeitsglocken für Lady Lucy

[Rezension] Wie bezaubert man einen Viscount von Julia Quinn

Autor: Julia Quinn
Titel: Wie bezaubert man einen Viscount?
Format: Taschenbuch
Verlag: Mira Taschenbuch
ISBN: 978-3-89941-538-4
Preis (D): 6,95 €

Inhalt:

Anthony Bridgerton beschließt, der schönen Edwina Sheffield den Hof zu machen. Nicht etwa, weil er sich in sie verliebt hätte, sondern weil er es an der Zeit findet, zu heiraten und einen Erben zu produzieren. Für Liebe, so denkt er, ist in seiner Ehe sowieso kein Platz. Doch der Weg zu Edwina führt über deren, ebenfalls unverheiratete, ältere Schwester Kate. Die ist allerdings alles andere als begeistert von Anthony.

Meine Meinung:

Dies ist der 2. Teil der Reihe um die Familie Bridgerton, bei dem ich mich wieder königlich amüsieren konnte. Die kleinen Bosheiten und Wortgefechte, die Anthony und Kate sich liefern, sind einfach herrlich! Sowohl Kate, als auch Anthony tragen ihre Dämonen mit sich herum und wie sie damit fertig werden und ob Kate sich mit der Heirat zwischen Anthony und Edwina einverstanden erklärt, müsst ihr schon selber nachlesen.

Außer der Familie Bridgerton gibt es auch noch andere Protagonisten, die ich in mein Herz geschlossen habe. Zum einen wäre da die gefürchtete Lady Danbury, eine alte Lady, die mir mit ihrer unverblümten Ehrlichkeit so manches Schmunzeln entlockt hat. Schade, dass sie nur eine Nebendarstellerin ist. Von ihr würde ich gerne mehr lesen. Zum anderen ist da noch Penelope Featherington. Eine der Debütantinnen, die offenbar sehr unter dem verirrten Modegeschmack ihrer Mutter zu leiden hat, ansonsten aber einen sehr sympathischen Eindruck hinterlässt. Wenn ich mir dann noch den Titel des 4. Teils dieser Reihe angucke, kann ich mir denken, dass sie im Laufe der Geschichte noch eine größere Rolle spielen wird.

Neben der wirklich schönen und witzigen Liebesgeschichte findet sich auch ein Rätsel in den Bänden der Bridgerton-Reihe. Die einzelnen Kapitel sind nämlich jeweils überschrieben mit Auszügen aus „Lady Whistledwons Gesellschafts-Journal“, einer sehr beliebten Klatsch-Kolumne. Doch wer ist diese geheimnisvolle Lady Whistledown? Eine Dame dieses Namens gibt es in der feinen britischen Gesellschaft nämlich nicht. Und doch ist sie über alle Vorgänge auf Bällen und anderen Aktivitäten bestens informiert. So als wäre sie dabei gewesen…

Es macht Spaß, mitzurätseln, wer sich hinter dem Pseudonym verbergen könnte. Ich habe da auch schon so eine Ahnung und bin gespannt, ob sich diese im Laufe der Folgebände noch bestätigt. Dieses Mal konnte das Geheimnis nämlich noch nicht gelüftet werden.

In der Hoffnung, dem Rätsel wieder ein Stückchen näher zu kommen, mache ich mich jetzt über Band 3 her.

Fazit:

Eindeutige Leseempfehlung für Fans von Historicals.

[Rezension] Wie erobert man einen Duke von Julia Quinn

Autor: Julia Quinn

Titel: Wie erobert man einen Duke

Format: Taschenbuch

Verlag: Mira Taschenbuch

ISBN: 978-3-89941-537-7

Preis (D): 6,95 €

Inhalt:

Um sich vor heiratswütigen jungen Damen und vor allem deren Müttern zu schützen geht Simon Basset der Duke of Hastings mit Daphne Bridgerton einen Pakt ein. Indem er so tut, als würde er ihr den Hof machen, ist er sozusagen vom Markt. Daphne hingegen, die unbedingt heiraten und Kinder kriegen will, erregt so das Interesse heiratswilliger Herren. Ein Pakt, bei dem beide nur profitieren können. Oder?

Meine Meinung:

Wäre da nicht Chrissy gewesen mit ihren begeisterten Rezis über die Bridgertons, und wäre da nicht Mella gewesen, die ins gleiche Horn gestoßen hat, und wäre da nicht Rebecca Abrantes gewesen, die mich mit ihrem Buch „Jessica“ wieder auf den Geschmack von so genannten Historicals gebracht hätten…

Ja, dann hätte ich diese Reihe wohl nicht angefangen. Aber da es nun mal so war und ich meine Neugier mal wieder nicht zügeln konnte, habe ich jetzt diesen 1. Teil der Reihe gelesen.

Was soll ich sagen? Vielen Dank auch, ihr drei! Noch eine Reihe, der ich verfallen bin.  😉  😀

Die Bridgertons sind echt toll. Ich hatte die ganze Familie gleich in mein Herz geschlossen. Welches Familienmitglied jetzt mein Liebling ist, könnte ich gar nicht sagen. Ich mag sie alle so, als würde ich dazu gehören.

Der Plan, den Simon und Daphne da ausgeheckt haben, war zwar beknackt, und was am Ende dabei rumkommen würde, war eigentlich auch von Anfang an klar. Trotzdem hab ich mitgefiebert und bin mit den beiden durch Höhen und Tiefen gegangen.

Der Schreibstil war flüssig und die Dialoge stellenweise wirklich witzig.

Fazit:

Wieder so ein Buch, das sich nur schwer aus der Hand legen ließ. Deshalb bin ich froh, den Folgeband schon im Regal stehen zu haben.

[Rezension] Die Gilde der schwarzen Magier 3. Die Meisterin von Trudi Canavan

Autor: Trudi Canavan
Titel: Die Gilde der Schwarzen Magier 3. Die Meisterin (Hier geht’s direkt zum Buch)
Originaltitel: The Magician’s Guild 3: The High Lord
Format: Taschenbuch, Klappenbroschur
Verlag: cbt
ISBN: 978-3-570-30330-6
Preis: 9,95 €
Inhalt:

Akkarin erzählt Sonea von seiner Vergangenheit und erklärt ihr, warum er schwarze Magie anwendet. Daraufhin entschließt sich Sonea, selber schwarze Magie zu erlernen. Als die Gilde dahinter kommt, glauben die Magier und der König Akkarin und Sonea ihre Geschichte nicht. Die Beiden werden von der Gilde ausgeschlossen und des Landes verwiesen. Doch der Feind rückt näher und ohne schwarze Magie ist Kyralia verloren…

Meine Meinung:

Dies ist der letzte Teil der Trilogie um Sonea und die Gilde der Magier und ich muss sagen, ich bin hin und weg. Für mich gehören diese drei Bücher zu den ganz besonderen Schätzen und dieser dritte Band ist für mich der beste Teil.

Die Geschichte nimmt von Band zu Band immer mehr an Fahrt auf, bis es zum Schluss zur alles entscheidenden Schlacht kommt. Gerade dieses Buch habe ich regelrecht verschlungen und konnte es kaum aus der Hand legen. Wäre mir nicht ab und zu das reale Leben in die Quere gekommen, hätte ich die 700 Seiten vermutlich an einem Stück inhaliert.

Die Charaktere sind mir samt und sonders ans Herz gewachsen. Allen voran natürlich Sonea und Akkarin. Aber auch Cery und Dannyl, Administrator Lorlen und Rothen mochte ich sehr. Selbst Regin ist zum Ende des Buches noch einigermaßen gut bei mir weg gekommen. Zwar war das Ende nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte und doch war es ein Ende, das zur Gesamtstory passt.

Wie in den vorigen Bänden war der Schreibstil wieder flüssig und gut zu lesen.
Fazit:

Ein sehr gelungener Abschluss.

  1. Die Rebellin
  1. Die Novizin
  1. Die Meisterin

[Rezension] Die Gilde der schwarzen Magier 2. Die Novizin von Trudi Canavan

Autor: Trudi Canavan
Titel: Die Gilde der Schwarzen Magier 2. Die Novizin (Hier geht’s direkt zum Buch)
Originaltitel: The Magician’s Guild 2: The Novice
Format: Taschenbuch, Klappenbroschur
Verlag: cbt
ISBN: 978-3-570-30329-0
Preis: 9,95 €

Inhalt:

Sonea wurde in die Gilde aufgenommen. Sie ist nun Novizin und besucht die Universität der Gilde. Von ihren neuen Klassenkameraden wird sie aufgrund ihrer Herkunft leider gar nicht gut aufgenommen. Schlimmer noch, ist sie Anfeindungen und Quälereinen ausgesetzt. Zu allem Überfluss findet der Hohe Lord auch noch heraus, was sie über ihn weiß. Fortan erklärt er sich zu ihrem neuen Mentor und verbietet ihr den Kontakt zu Rothen…

Meine Meinung:

Sonea hat es wirklich nicht leicht. Sie ist den Quälereien ihrer Klassenkameraden, allen voran Regin, ausgesetzt und kann von niemandem Hilfe erwarten. Besonders nicht von Akkarin, dem Hohen Lord. Denn der hat sie und ihre Mitwisser in der Hand. Zwar überlegt Sonea kurz, einfach zu fliehen, entscheidet sich aber letztendlich zu bleiben um zur Stelle zu sein, falls die Gilde den Kampf gegen Akkarin aufnehmen sollte.

Ich konnte ihre Angst vor Akkarin gut nachvollziehen. Bestand doch die Gefahr, dass ihre Familie, ihre Freunde, ja, ganz Imardin unter der Macht des Hohen Lords leiden müssten, sollte sie ihr Wissen verraten. Dadurch, dass Akkarin ihr den Kontakt zu Rothen verbietet, war Soneas Hilflosigkeit bei Regins Mobbing-Aktionen auch nachvollziehbar. Zumal auch viele der Lehrer nicht frei von Vorurteilen waren, was ihre Herkunft angeht.

Administrator Lorlen und Rothen, die beide über die Machenschaften des Hohen Lords Bescheid wissen, beauftragen währenddessen heimlich und unabhängig voneinander, Dannyl, mehr über Akkarin herauszufinden. Der wurde inzwischen nämlich zum Botschafter der Gilde ernannt und bereist die verschiedenen Nachbarländer Kyralias.

Die Geschichte wird aus mehreren Erzählsträngen aufgebaut. Zum einen wird natürlich aus Soneas Sicht berichtet, zum anderen spielen Dannyls Reisen als Botschafter der Gilde eine große Rolle und auch Rothen und Administrator Lorlen tragen ihren Teil zum Geschehen bei.

Irgendwie hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass Akkarin gar nicht so böse ist, wie alle glauben und gerade der Schluss des Buches scheint meine Ahnung zu bestätigen. Jetzt bin ich natürlich gespannt, ob ich Recht habe und was Akkarins Beweggründe sind. Also auf zum letzten Teil der Trilogie!

  1. Die Rebellin
  1. Die Novizin
  1. Die Meisterin

[Rezension] Die Gilde der schwarzen Magier 1. Die Rebellin von Trudi Canavan

Autor: Trudi Canavan
Titel: Die Gilde der Schwarzen Magier 1. Die Rebellin
Originaltitel: Black Magician 1: The Magician’s Guild
Format: Taschenbuch, Klappenbroschur
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-442-24394-5
Preis: 9,95 €

Inhalt:

Bei der jährlichen „Säuberung“, die von den Magiern der Gilde durchgeführt wird und bei der die Stadt Imardin von Bettlern und Dieben befreit wird, schließt sich das Straßenmädchen Sonea einer Bande Jugendlicher an. Aus Wut auf die verhasste Aktion wirft sie einen Stein auf die Magier und…trifft! Etwas, das eigentlich gar nicht möglich sein sollte, da die Magier durch einen magischen Schild geschützt sind. Als darauf hin ein Junge, der neben ihr stand getötet wird, flieht Sonea und versteckt sich mit Hilfe ihres Freundes Cery. Nach und nach stellt sich heraus, dass Sonea offenbar selber über magische Fähigkeiten verfügt und die Magier wollen ihrer um jeden Preis habhaft werden…

Meine Meinung:

Lange war ich hin und her gerissen, ob ich dieses Buch lesen soll oder nicht. Gekauft hätte ich es mir sicherlich nicht. Aber da die liebe Mella mal wieder so freundlich war…

Jetzt frage ich mich natürlich, warum ich so lange gezögert habe. Die Geschichte hat mir nämlich ausgesprochen gut gefallen. Der Schreibstil war flüssig und gut zu lesen. Die Charaktere waren mir durchweg Sympathisch. Bis auf den Bösewicht natürlich 😉

Auch wenn die Story größtenteils aus Soneas Flucht besteht, kam doch keine Langeweile auf. Nebenbei erfährt man nämlich auch einiges über die Welt, die die Autorin hier ersonnen hat, die Art, wie hier Magie gewirkt wird und die politischen Verhältnisse.

So heißt es u.a., dass die Ausübung Schwarzer Magie strengstens Verboten ist und mit dem Tode bestraft wird. Ja, und warum heiß die Reihe dann Gilde der SCHWARZEN Magier? Eine Antwort auf diese Frage findet sich in diesem ersten Teil der Trilogie nur bedingt, da es offenbar nur einen Magier gibt, der sich dieser verbotenen Schwarze Magie bedient…

Fazit:

Schöner Auftakt zu einer magischen High-Fantasy-Trilogie.

  1. Die Rebellin
  1. Die Novizin
  1. Die Meisterin

[Rezension] Wolves of Mercy Falls 1. Shiver von Maggie Stiefvater

Autor: Maggie Stiefvater
Titel: Wolves of Mercy Falls 1. Shiver
Format: Taschenbuch
Verlag: Scholastic Us
ISBN: 978-1-407115009
Preis (D): 8,10 €

Inhalt:

Als Kind wird Grace von einem Rudel Wölfe in den nahen Wald gezerrt. Bevor sie ernsthaft verletzt wird, wird sie von einem jungen gelbäugigen Wolf vor den anderen Wölfen beschützt. Seither ist Grace fasziniert von den Wölfen. Insbesondere von ihrem Retter. Jeden Winter, wenn die Wölfe nach Mercy Falls zurückkehren, beobachtet sie sie. Doch eines Tages wird ein Junge aus ihrer Schule von Wölfen getötet. Eine Jagd auf die Wölfe beginnt und Grace findet kurz darauf vor ihrer Tür einen verletzten Jungen mit gelben Augen. Den Augen ihres Wolfs. Grace und Sam – so heißt der Junge – verlieben sich ineinander. Alles könnte so schön sein, würde Sam sich nicht mit Beginn des Winters für immer in einen Wolf verwandeln…

Meine Meinung:

Die einzelnen Kapitel sind entweder mit Grace oder Sam überschrieben. Je nachdem, aus wessen Sicht gerade erzählt wird. Außerdem gibt es auch immer eine Angabe der Außentemperatur. Denn mit sinkenden Temperaturen rückt die Zeit von Sams Verwandlung näher.

Obwohl ich das Buch in der englischen Originalversion gelesen habe und dadurch anfangs etwas langsamer voran kam, konnte ich es nach einer Weile kaum noch aus der Hand legen und am Ende hatte ich einen dicken Kloß im Hals.

Die beiden Hauptprotas mochte ich sehr. Sam mit seiner furchtbaren Vergangenheit und Maggie, die ihr Leben mehr oder weniger allein meistert, da sich ihre Eltern nicht wirklich für sie zu interessieren scheinen. Für beide tickt die Uhr und die versuchen sie zu nutzen

Graces Freundinnen Rachel und Olivia sind eigentlich nur Randfiguren, wobei Olivia im Verlauf des Buches eine etwas größere Rolle spielt.

Man lernt die einzelnen Rudelmitglieder kennen. Insbesondere Sams Beziehung zu Beck, seinem „Ziehvater“.

Gut gefallen hat mir auch Isabel Culpeper. Ihres Zeichens Schulschönheit und Schwester des getöteten Jungen. Schien sie mir zu Anfang noch ein oberflächliches Modepüppchen zu sein, entwickelt sie doch einen beachtlichen Ehrgeiz, wenn es um ihren Bruder geht. Letztendlich entpuppt sie sich sogar als überaus einfallsreich und hilfsbereit.

Fazit:

Für mich war dieses Buch endlich mal wieder ein richtiges Highlight und ich freue mich schon darauf, die nächsten beiden Teile der Trilogie zu lesen.

Shiver (Nach dem Sommer)

Linger (Ruht das Licht)

Forever (In deinen Augen)

[Rezension] Lady Alexia 3. Entflammte Nacht von Gail Carriger

Autor: Gail Carriger
Titel: Lady Alexia 3. Entflammte Nacht
Originaltitel: Blameless
Format: Taschenbuch
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-442-37651-3
Preis (D): 9,99 €

Bevor es losgeht, erstmal die obligatorische Spoilerwarnung! Wer das Buch noch lesen will, sollte meine Rezi mit Vorsicht genießen.

Teil 2 (Brennende Finsternis) endet damit, dass Lord Maccon seine Gattin vor die Tür setzt, weil diese schwanger ist und er nicht glauben kann, dass er der Vater ist. Dieser 3. Band der Reihe schließt nahtlos daran an.

Leider war auch Lady Alexia’s Schwester Felicity anwesend, als ihr Gatte sie verstieß und diese konnte ihren Mund nicht halten, so dass sich Alexia’s Schwangerschaft zu einem handfesten Skandal entwickelt. Nicht nur die Zeitungen berichten über ihre mögliche „Indiskretion“, auch haben es plötzlich sämtliche Vampire auf sie abgesehen und versuchen sie (mal wieder) zu töten. Ganz zu schweigen von mechanischen, Gift spritzenden Marienkäfern! Zum Glück hat Lord Akeldama ihr angeboten, bei ihm unterzukommen. Doch der ist mitsamt seinen Drohen spurlos verschwunden, als Alexia bei ihm ankommt. Als sie dann auch noch ein Brief von Queen Victoria erhält, in dem diese erklärt, dass Alexia nicht länger die Mujah ist, beschließt Alexia, England zu verlassen. Begleitet von Madame Lefoux und Floote begibt sie sich auf’s europäische Festland, um dort einen Beweis ihrer Unschuld zu finden.

Und was macht Lord Maccon in der Zwischenzeit? Der besäuft sich nach Strich und Faden! Wie man sich denken kann, ist mit einem hackedichten Werwolf nicht wirklich viel anzufangen. Deshalb hat der arme, geplagte Professor Lyall jetzt alle Hände voll zu tun. Er kümmert sich um BUR- und Rudelangelegenheiten, schlägt sich mit Werwölfen herum, die das Rudel übernehmen wollen, sucht nach Lord Akeldama und seinen Drohnen und versucht nebenbei auch noch, seinen Alpha davon abzuhalten, sich weiter vollaufen zu lassen.

Meinung:

Von diesem Teil der Lady Alexia-Reihe bin ich nicht ganz so begeistert wie sonst. Gerade das erste Drittel des Buches kam mir eher albern, denn witzig vor. So als wolle die Autorin auf Biegen und Brechen ein paar Lacher erzwingen. Zum Glück berappelt sich die Geschichte dann doch noch und verläuft in gewohnter Manier.

Wen ich allerdings schmerzlich vermisst habe, ist Lord Akeldama. Zwar taucht er am Ende des Buches dann doch noch auf, seine unnachahmliche Art blieb jedoch größtenteils verschwunden. 🙁

Auch die Versöhnung zwischen Lord und Lady Maccon war etwas dünn. Conall hätte meiner Meinung nach ein bisschen mehr zu Kreuze kriechen müssen und Alexia hätte ihn mehr leiden lassen sollen. Aber nun…

Immerhin gibt es aber nicht nur Negatives zu berichten. Mrs. Tunstall formerly known as Miss Ivy Hisslepenny ist doch immer noch für ein Kopfschütteln gut. J Besonders angetan hat es mir die Stelle, in der sie Madame Lefoux’s Hutladen übernehmen soll und mit einer Katze verglichen wird, die einen Taubenschlag hüten soll und die über eine eigensinnige Auffassung verfügt, was die Dekoration der Federn angeht. *g* Auch der Brief, den sie an Alexia schreibt, ist der Knaller. Au gratin!

Bleibt noch zu erwähnen, dass auch Channing Channing von den Chesterfield Channings, den zwar keiner leiden kann, der sich am Ende trotzdem als nützlich erweist, wieder mit von der Partie ist. Und dass Captain Featherstonehaugh die Damenwelt in Aufruhr versetzt. Wechselt er doch seine Verlobten wie andere Leute ihre Schnupftücher. Zuletzt munkelte man, er sei mit Miss Wibbley verlobt, die gerade erst aus dem Mädchenpensionat nach Hause gekommen sei. Skandalös! Auch Biffy, Lord Akeldama’s Lieblingsdrohne, lernt man etwas näher kennen und was mit dem passiert…. ach, lest selbst!

Bevor ich’s vergesse, muss ich natürlich noch ein bisschen auf dem deutschen Titel rumhacken. Wie kann man nur!!!

Fazit:

Nicht ganz so gut wie die Vorgänger. Aus wohlunterrichteter Quelle weiß ich aber, dass Band 4 wieder besser werden soll.

[Rezension] Lady Alexia 2. Brennende Finsternis von Gail Carriger

Autor: Gail Carriger
Titel: Lady Alexia 2. Brennende Finsternis
Originaltitel: Changeless
Format: Taschenbuch
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-442-37650-6
Preis (D): 9,99 €

Bevor ihr meine Rezi lest, seid gewarnt!!! Es kann durchaus sein, dass ich in meiner Begeisterung für dieses Buch ein wenig – um nicht zu sagen hemmungslos – vor mich hin spoilere!!!

Inhalt:

Eines frühen Abends erreicht Lord Conall Maccon, Earl of Woolsey, Leiter von BUR (Bureau of Unnatural Registry) und somit Chefermittler der Queen für übernatürliche Angelegenheiten, die Nachricht, dass in einem Teil von London sämtliche Vampire und Werwölfe ihre übernatürlichen Fähigkeiten verloren haben. Etwas, das sonst nur seine außernatürliche Frischangetraute zu Wege bringt. Und das nicht in diesem Umfang. Muss sie einen Übernatürlichen doch berühren, um ihm seine Fähigkeiten zu rauben.

Ohne seine werte Gattin über diesen Fall zu informieren, stürzt sich Lord Maccon in die Ermittlungen. Zwar verschwindet das Phänomen der „Vermenschlichung“ nach einer Weile von allein, doch führen ihn Familienangelegenheiten im Anschluss daran nach Schottland, wohin er sich postwendend begibt, auch wieder ohne seine Frau darüber persönlich zu informieren.

DAS kann Lady Maccon, Mujah der Queen und somit deren außernatürliche Beraterin, natürlich keinesfalls auf sich sitzen lassen. Als sie dann auch noch von ihrem vampirischen Freund, Lord Akeldama erfährt, dass das Phänomen der Vermenschlichung ebenfalls gen Schottland zu reisen scheint, beschließt sie, ihrem wenig mitteilsamen Ehemann per Luftschiff nach zu folgen.

Doch bevor sie sich an Bord eines solchen begeben kann, muss sie sich mit Major Channing Channing von den Chesterfield Channings herumschlagen, der beschlossen hat, mit seinem, aus Indien heimgekehrten Regiment, auf Lady Maccons Rasen zu kampieren. Noch während sie sich mit dem Problem der Unterbringung eines ganzen Regiments befasst, erscheint ihre liebe – wenn auch mit einem scheußlichen Hutgeschmack geschlagene – Freundin Miss Ivy Hisselpenny und verkündet ihre Verlobung. Als dann auch noch ihre Mutter auftaucht und ihre Tochter, Lady Maccons Halbschwester Felicity Loontville bei ihr ablädt, scheint die Reise nach Schottland in weite Ferne zu rücken.

Kurz entschlossen nimmt sie Miss Hisselpenny, ihre Schwester, ihre Zofe Angelique sowie Tunstell – seines Zeichens Werwolf-Anwärter und Kammerdiener seiner Lordschaft – mit auf die Reise. An Bord begegnet ihr ferner die französische Erfinderin Madame Lefoux, die ihr kurz zuvor einen überaus praktischen Sonnenschirm überreicht hat, den Lord Maccon bei ihr in Auftrag gegeben hatte, und die eine skandalöse Vorliebe für Herrenmode hegt.

Die Reise gestaltet sich alles andere als angenehm. Leidet Lady Maccon doch – sehr zu ihrem Missvergnügen – offenbar an der Luftkrankheit. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, versucht auch noch jemand, sie (mal wieder) umzubringen. Steckt vielleicht Madame Lefoux dahinter?

Meinung:

Mit ihrer Mischung aus Steampunk und Fantasy trifft die Autorin auch mit diesem 2. Teil bei mir wieder voll ins Schwarze.

Ich könnte über jeden einzelnen der Charaktere stundenlang ins Schwärmen geraten. Sei es Alexia oder der cholerische Conall, der seiner Gattin den Mund lieber mit Küssen verschließt, bevor er Opfer ihrer scharfen Zunge wird. Sei es die mehr als blauäugige Ivy oder Felicity, die dem Rest der Welt nicht mal das Schwarze unter den Fingernägeln gönnt. Oder Madame Lefoux und Lord Akeldama, die definitiv „vom anderen Ufer“ sind, was aber niemand auszusprechen wagt. Wobei Lord Akeldama mit seiner Art „in betonter Kursivschrift zu sprechen“ zu meinen absoluten Lieblingen dieser Reihe zählt.

Schon allein die Namen der Protagonisten lassen mich vor Vergnügen grinsen. Als da wären, außer den bereits genannten, z.B. Miss Hisselpenny’s Verlobter, der zwar nur namentlich in Erscheinung tritt, nichtsdestotrotz aber auf den wohlklingenden Namen Colonel Featherstonehaugh hört. Oder Lord Akeldama’s Lieblingsspion, dessen Name zwar nicht so wohlklingend, dafür aber kurz und prägnant „Biffy“ lautet.

Doch nicht allein die Namen lassen mich breit grinsen. (Sonst könnte ich ja auch ein Telefonbuch lesen *g*) Auch die Geschichte an sich hat mich mit ihren Irrungen und Wirrungen wieder mal begeistert.

Einzig das Ende hat mir nicht gefallen. Aber dafür gibt es wohl bald Teil 3, in dem sich hoffentlich alles wieder zum Guten wendet.

Ein weiterer Kritikpunkt ist – mal wieder – der deutsche Titel. Der ist nämlich derart grottenschlecht gewählt, dass man das Buch nehmen und dem Verantwortlichen rechts und links um die Ohren hauen sollte!

Fazit:

Wenn ihr euch bis hierher durch mein Geschreibsel durchgekämpft habt, brauche ich wohl nicht mehr viel zu sagen. *g*

[Rezension] Lady Alexia 1. Glühende Dunkelheit von Gail Carriger

Autor: Gail Carriger
Titel: Lady Alexia 1. Glühende Dunkelheit
Originaltitel: Soulless
Format: Taschenbuch
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-442-37649-0
Preis (D): 9,99 €
Inhalt:

Miss Alexia Tarabotti ist keine Schönheit, jedenfalls nicht im Sinne der viktorianischen guten Gesellschaft. Ihr verstorbener Vater, ein Italiener (schockierend!!!), hat ihr nämlich seine dunkle Hautfarbe, eine große Nase und einen zu breiten Mund vererbt und nicht nur das…Deshalb gilt sie, mit ihren 26 Jahren, auch als alte Jungfer. Ihre körperlichen Mängel macht Miss Alexia allerdings mit Intelligenz, Scharfzüngigkeit und bewaffnet mit ihrem Sonnenschirm wieder wett. Was im England des 19. Jahrhunderts leider auch nicht wirklich gern gesehen ist.

Von der Gesellschaft und ihrer Familie ausgegrenzt, zieht sie sich während eines Balls in die Bibliothek des Gastgebers zurück. Dort wird sie von einem Vampir angegriffen, den sie, ganz aus Versehen, tötet. Das ruft Lord Conall Maccon, den Earl of Woolsey auf den Plan. Seines Zeichens Werwolf, Kontaktbeamter für Übernatürliches bei BUR (Bureau of Unnatural Registry) und Agent des Schattenparlaments von Königin Viktoria.

Miss Tarabotti und Lord Maccon können sich nicht ausstehen. Bei jedem Aufeinandertreffen geraten die Beiden aneinander und diesmal will er ihr nicht mal erlauben, sich in die Ermittlungen um den Tod des Vampirs einzumischen. Als ob sich Alexia das gefallen lassen würde!

Meinung:

ICH LIEBE ES!!!

Die Autorin hat hier eine Fantasy-Welt ersonnen, die im London des 19. Jahrhunderts spielt. Einer Zeit, in der viel Wert gelegt wurde auf gesellschaftliche Anerkennung, in der man jedes Wort auf die Goldwaage legen musste und in der es für jede noch so abwegige Situation Regeln gab, die es einzuhalten galt. Das Ganze gespickt mit Vampiren und Geistern, gewürzt mit Werwölfen.

In dieser Welt macht sich Miss Alexia Tarabotti, gerüstet mit Hut, Schirm und Tournüre auf, hinter das Geheimnis ihres vampirischen Angreifers zu kommen, stets bemüht, in jeder Situation die Contenance zu wahren.

Unterstützt wird sie dabei von ihren Freunden Miss Ivy Hisselpenny, die zwar Miss Alexias beste Freundin ist, jedoch leider einen scheußlichen Geschmack hat, was Hüte betrifft, und Lord Akeldama, einem exzentrischen Vampir mit extravaganten Modegeschmack der „hauptsächlich in betonter Kursivschrift zu sprechen pflegt“.

Als hilfreich erweisen sich außerdem Professor Lyall, Lord Maccon’s Assistent und letztendlich sogar Lord Macoon höchstselbst. Auch wenn der die halbe Zeit wütend ist über etwas, was Alexia gesagt oder getan hat und der trotzdem zu gerne ein bisschen an ihr knabbern würde.

Mit einem tollen Schreibstil, viel Witz und Situationskomik erzählt Gail Carriger hier ihre Geschichte von Miss Alexia und Lord Maccon. Kaum hatte ich angefangen zu lesen, schlich sich auch schon ein Dauergrinsen in mein Gesicht, hin und wieder abgelöst von einem Ausbruch zügelloser Heiterkeit. Jeder Charakter für sich, zaubert mir mit seinen toll ausgearbeiteten Eigenheiten noch immer ein Lächeln ins Gesicht. Selbst beim Schreiben dieser Rezi. J

Als Wermutstropfen ist mal wieder die deutsche Übersetzung des Titels (Original: Soulless) zu erwähnen und dass bisher nur dieser 1. Band der Reihe auf Deutsch zu bekommen ist.

Fazit:

Fantastisch, phänomenal, grandios! Mein Highlight 2011