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Endlich, endlich habe ich es mal wieder zur Frankfurter Buchmesse geschafft. Zwar „nur“ am Wochenende, dafür aber gleich für zwei Tage.

Zusammen mit Anja von anjas-insel ging es am Samstag Morgen los gen Frankfurt. Halbwegs plan- und ziellos aber glücklich haben wir uns durch Halle 3.0 gewühlt. Dabei natürlich den ein oder anderen Schatz entdeckt und uns ansonsten treiben lassen.

Ich hatte lediglich eine Lesung (die von Derek Landy) auf dem Zettel und Anja wollte unbedingt Jo Berger endlich persönlich kennen lernen. Blöderweise hatten wir genau diese „Termine“ zeitgleich. Es blieb uns also nichts anderes übrig, als das Dream-Team zu trennen.

Während Anja also ein Schwätzchen mit Jo Berger hielt, habe ich mich auf den Weg zur Lesung gemacht.

Derek Landy stellte zusammen mit Rainer Strecker (dem Hörbuch-Sprecher) den finalen Band der Skulduggery Pleasant-Reihe vor.

Da ich die Reihe zusammen mit meinem Sohn lese, dachte ich, eine signierte Ausgabe wäre ein tolles Weihnachtsgeschenk. Aber Pustekuchen – die Schlange vorm Signierzelt war endlos…

Aber zurück zur Lesung. Derek Landy war absolut sympathisch. Er hat eine Aufmerksamkeitsspanne von jetzt bis schon vergessen und ähnelt seiner Hauptfigur damit auf eklatante Weise. Auf dem Foto kann man hoffentlich erkennen, dass ihm dabei der Schalk im Nacken sitzt.

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Derek Landy und Rainer Strecker (die Dame in der Mitte ist wohl vom Verlag)

Jedenfalls war es sehr lustig und damit eins meiner Highlights.

Wieder vereint mit Anja ging es dann weiter zu Halle 3.1, wo wir prompt am Droemer Knaur-Stand Veit Etzold, seiner Frau Saskia und Arno Strobel in die Arme liefen. Einen kurzen Schwatz später hielten wir auch schon zwei signierte Ausgaben von „Todesdeal“ in Händen.

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Kurz nachdem wir uns noch mit Anka von Ankas Geblubber getroffen hatten haben wir uns dann auf den Weg zur einer lieben Freundin gemacht. Dort haben wir übernachtet und uns nach Strich und Faden verwöhnen lassen.

Nach einem gemütlichen Frühstück ging es dann am Sonntag zurück auf die Messe. Dieser Tag stand ganz im Zeichen des Geld ausgebens. Alles ging natürlich wieder mal nicht, aber das ein oder andere Schätzchen, dass ich am Vortag entdeckt hatte, musste natürlich mit.

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Die Beute

Highlight dieses Tages war ein weiteres Treffen mit Jo Berger, bei dem ich diesmal mit von der Partie war. Wir haben uns kurz und sehr nett unterhalten und waren eigentlich schon auf dem Weg nach draußen, als Anja mich bat, kurz zu warten. Sie wolle mal eben was gucken.

Als sie nach ein paar Minuten nicht wieder da war, habe ich vorsichtig um die Ecke gelinst und siehe da. Da stand sie wieder bei Jo Berger. Nichts böses ahnend bin ich also zu ihnen gegangen. Da drückt mir Anja Jo’s Buch „Ein Engel für Jule“ mit den Worten „Von uns beiden“ in die Hand. Die sind sooooo doof, die beiden! *schnüff* Hecken heimlich irgendwelche Buchschenk-Pläne aus!

Nee, echt jetzt! Ich hab mich soooo gefreut.

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Ihr seht, ich hatte eine tolle Messe-Zeit und wo wir schon beim Aushecken sind… Anja und ich planen schon wieder Pläne für nächstes Jahr…

[Rezension] Act of Love von Jane Christo

20180413_094827699347782.jpgAutor: Jane Christo
Titel: Act of Love
Format: E-Book
Verlag: Sieben Verlag
Erschienen: Apr. 2015
Ausgabe: Broschiert
ISBN-13: 978-3-864434-49-5
Preis [D]: Buch: 12,90 €
Preis [D]: E-Book: 6,99 €


Darum geht es:
Nachdem sich Maya von Avery getrennt hat, sieht Carter seine Chance gekommen. Auch wenn Maya anfangs Skrupel hat, lässt sie sich relativ schnell auf eine Beziehung mit Carter ein. Mit seiner Hilfe lernt sie endlich ihren Vater kennen und macht sich auch als Model allmählich einen Namen. Alles schient sich zum Guten zu wenden. Doch ob das so bleibt?Ich sage dazu:
Maya’s Bedenken, sich auf eine Beziehung mit Carter einzulassen konnte ich nachvollziehen. Allerdings ging mir das ganze dann doch eine Spur zu schnell. Mir persönlich wäre ein bisschen mehr Hin und Her und Zappeln lassen lieber gewesen.Dass Carter Maya liebt, ist eigentlich schon seit dem 1. Teil „Act of Passion“ klar. Er tut alles, um ihr zu helfen und sie vor ihren Feinden zu schützen. Die Beziehung zwischen Avery und Maya war durchweg sexueller Natur. Von Liebe war nie die Rede und doch wird in diesem Band klar, dass Avery’s Gefühle für Maya über Sex hinaus gehen. Dass er weiß, dass sein Ausraster nicht wieder gut zu machen ist und er Carter nicht im Wege steht, ist ihm hoch anzurechnen.

Kleine Perspektivenwechsel gab es schon im 1. Teil. Hier wechselt die Perspektive öfter. So wird die Geschichte u etwa gleichen Teilen aus der Sicht von Maya und von Carter erzählt

Neben der Beziehungsgeschichte steht in diesem Band der Kampf gegen Mayas Widersacher im Fokus. Denn sie hat sich mächtige Feinde gemacht. Zum Glück ha sie mit Avery, Carter und ihrem Vater ebenso mächtige Verbündete.

Nett fand ich übrigens, dass in diese Story auch ein alter Bekannter aus der Blanche-Trilogie kurz rein winkt.

Alles in allem hat mit die Dreiecksbeziehung Maya-Avery-Carter seht gut gefallen. Aufgrund von Mayas Vergangenheit kam auch die Spannung nicht zu kurz.

Die Reihenfolge der einzelnen Bände:
1. Act of Passion
2. Act of Love

[Rezension] Rock my World – Ein heißer Sommer von Christine Thomas

 

wp-1523540738375451471043.jpgAutor: Christine Thomas
Titel: Rock my World – Ein heißer Sommer
Format: Taschenbuch, Broschur, 416 Seiten
Ab 14 Jahre
Verlag: cbt
ISBN-13: 978-3-570-30992-6

Preis [D]: 9,99 €

Darum geht es:
In ihrer Trauer um den Tod von Jasmins Bruder fällt deren Familie allmählich auseinander. Halt gibt ihr einzig ihr Freund Conall. Als sie ihn ausgerechnet an ihrem 17. Geburtstag mit ihrer bis dahin besten Freundin erwischt, bricht für Jasmin – genannt Jazz – eine Welt zusammen. Ihre Wut und Trauer verarbeitet sie in einem Song, den ihr bester Kumpel Leon – ein Nerd wie er im Buche steht – bei YouTube groß rausbringt. Kurz darauf zieht Jazz mit ihrer Mutter zu deren Neuen in die USA. Dort verliebt sie sich in den geheimnisvollen Raoul. Doch dann taucht Conall mit seiner Band in L.A. auf. Im Gepäck einen Entschuldigungs-Song und eine Liebeserklärung vor laufender Kamera…

Ich sage dazu:
Jazz‘ sogenannte beste Freundin geht ja mal gar nicht! Aber zum Fremdgehen gehören immer zwei. Dass Jazz sich auf kreative Art an den beiden rächt, fand ich klasse.

Leon und auch Jazz neue Freunde in den USA mochte ich auf Anhieb. Bad Boy Raoul hat mich ebenfalls im Sturm erobert. Mit Jazz selber hatte ich hin und wieder aber meine Probleme. Ebenso wie mit ihrer Mutter. Sicher, die beiden haben so einiges hinter sich. Trotzdem hätte ich beide in einigen Szenen einfach nur schütteln können. Gefallen hat mir jedoch, dass es Jazz nach und nach gelingt, sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf aus Trauer, Wut und Schuldgefühlen zu ziehen.

Trotz Selbstmitleid und Trauer, die in der Story nun mal eine große Rolle spielen, gelingt es der Autorin, einen locker-leichten Ton anzuschlagen. Die Texte zu „Sorry Ass“ und auch zu ein paar anderen Songs werden nach und nach in die Story eingeflochten, was der Geschichte noch mehr Charme verleiht.

Nicht so toll fand ich das Ende dieses Bandes. Fies, fies, fies, liebe Christine! Bleibt nur zu hoffen, dass Teil 2 bald erscheint.

[Rezension] Act of Passion von Jane Christo

20180413_09500668396686.jpgAutor: Jane Christo
Titel: Act of Passion
Format: E-Book
Verlag: Sieben Verlag
Erschienen: Okt. 2014
Ausgabe: Broschiert
ISBN-13: 978-3-864434-46-4
Preis [D]: Buch: 12,90 €
Preis [D]: E-Book: 6,99 €

Darum geht es:
Maya Alvarez hat es nicht leicht. In Armut aufgewachsen, sitzt sie nach dem Tod ihrer Mutter auf einer fetten Krankenhausrechnung. Sie hält sich mit zwei Jobs gerade so über Wasser. Neben dem Kellnern in einer Bar arbeitet sie auch als Aktmodel für den Fotokünstler Logan Cooper. Da es ihr an Zeit und Geld mangelt, musste sie sogar ihr geliebtes Kunststudium aufgeben. Zudem leidet sie unter wiederkehrenden Alpträumen.Während einer Vernissage lernt sie den Staranwalt Avery Cunningham kennen. Sie stürzt sich in eine Affäre mit ihm, die geprägt ist von Leidenschaft, Lust, Gewalt und Kontrolle. Doch dann holen Mayas Alpträume sie ein…Ich sage dazu:
Avery war mit nicht so richtig sympathisch. Zwar gibt er sich jede erdenkliche Mühe an Maya heranzukommen, nimmt sie aber nicht wirklich als Mensch war. Vielmehr hatte ich den Eindruck, dass er sie wie eines ihrer Aktbilder sieht. Als Sammelobjekt.Maya hingegen macht auf mich einen sympathischen, wenn auch depressiven Eindruck. In ihren Alpträumen ist sie in einem Eisblock gefangen und genau diesen Eindruck hatte ich von ihr. Aus sich heraus kommt sie nur, wenn sie modelt oder joggt. Auch die Affäre mit Avery dient offenbar dem Zweck sich von ihren Fesseln zu befreien.

Dann ist da noch Carter, der geheimnisvolle Sicherheitsexperte, der immer wieder Maya’s Weg kreuzt. Ihn mochte ich vom ersten Moment an.

Wer Maya letztendlich aus ihrem Eisblock befreit? Carter? Avery? Avery? Carter?

Fazit:
Alles in Allem hat mir die Story definitiv Lust auf den 2. Teil gemacht, den ich auch prompt angefangen habe.

Die Reihenfolge der einzelnen Bände:

  1. Act of Passion
  2. Act of Love

[Rezension] Als Gott schlief von Jennifer B. Wind

Autor: Jennifer B. Wind
Titel: Als Gott schlief
Format: ebook
Verlag: dotbooks
Seiten (ca.): 403
Erscheinungsform: Originalausgabe
Erscheinungsdatum: Mai 2014
ISBN: eBook 978-3-95520-494-5
Preis : 6,99 €


Darum geht es:
Die Ermittler des Wiener LKA werden zu einem Leichenfund gerufen. Bei dem Toten handelt es sich um Weihbischof Heuss, der gefoltert und anschließend auf bestialische Weise umgebracht wurde. Noch während das Ermittlerteam nach Spuren des Täters fahndet, wird ein weiterer Kleriker in München auf die gleiche Art getötet. Schnell wird klar, dass es sich um einen Serienkiller handeln muss. Doch wie passt die Nonne ins Bild, die das nächste Opfer ist?
Die Lösung liegt in der Vergangenheit…

Ich sage dazu:
Zum Teil habe ich dieses Buch in der Lovelybooks-Leserunde gelesen, die von der Autorin begleitet wurde. Zum anderen Teil aber auch gemeinsam mit meinen Krimi-Mädels aus der Lovelybooks-Gruppe Wir lesen gemeinsam!. Auch hier hat es sich die Autorin nicht nehmen lassen, mitzumischen. Auch wenn ich wie meistens meilenweit daneben lag, hat es wie immer einen Heidenspaß gemacht, gemeinsam zu ermitteln und zu spekulieren. Schade nur, dass wir diesmal nicht bis zum Ende gemeinsam lesen konnten.

Mit ihrer Erzählweise aus verschiedenen Blickwinkeln baut die Autorin einen kontinuierlichen Spannungsbogen auf. Ausflüge in die Vergangenheit lassen den Leser zum Teil eine Nasenlänge dem Ermittlungsteam voraus sein, ohne zu viel zu verraten. Erst kurz vor Ende ahnt man, wer der Täter ist. (Na gut, ich vielleicht nicht. 😉 ) Dabei fragt man sich wie und ob dieses Morde geahndet werden sollten, da man die Handlungsweise des Täters nachvollziehen und irgendwie sogar gutheißen kann.

Das Ermittlerteam war mir durchweg sympathisch, wobei jeder so seine eigenen Macken und Probleme hat. Jutta Stern muss mit dem Mord an ihrem Mann fertig werden, mit dem sie gerade einmal zwei Jahre verheiratet war. Nicht viel anders ergeht es Georg Kunze, der seine Frau nach langjähriger Ehe verloren hat. Dr. Thomas Neumann – der Dritte im Bunde – ist noch sehr jung und eckt mit seiner hohen Intelligenz häufig an. Charaktere mit Ecken und Kanten halt.

Gefallen haben mir auch die zarten Bande, die sich zwischen Jutta und Tom entspinnen. So lud nicht nur der Kriminalfall zum spekulieren ein sondern auch die Beziehung, die sich zwischen beiden zu entwickeln scheint.

Selten habe ich einen Thriller gelesen, der mir so unter die Haut gegangen ist. Das Thema SchwarzePädagogik übt seit jeher eine morbide Faszination auf mich aus. Die Beschreibungen, die Jennifer B. Wind hierzu liefert, haben mich mehr als nur schockiert. Wie können Menschen nur so grausam zu Kindern sein? Schockiert vor allem deshalb, weil diese Geschichte auf Tatsachen beruht. Zwischen 1945 und den 1980ern mussten Kinder in Kinderheimen unvorstellbare Grausamkeiten über sich ergehen lassen und das über Jahre hinweg und weltweit. Der Titel des Buches ist in diesem Zusammenhang übrigens absolut passend gewählt. Denn das was dort in den Heimen passierte, konnte nur geschehenALS GOTT SCHLIEF.

Bleibt noch, mich zu bedanken. Bei dotbooks, die mir das Buch freundlicher Weise als Reziexemplar zur Verfügung gestellt haben und natürlich bei Jennifer B. Wind. Danke dafür, dass du dir so viel Zeit für uns genommen hast und mit uns gequatscht hast über deine Recherche, dein Buch und über Gott und die Welt. 🙂

Fazit:
Absoluter Pageturner zum Thema Schwarze Pädagogik und Kindesmissbrauch. Wenn ich könnte, würde ich mehr als 5 Sterne vergeben. Für Thriller-Fans ein absolutes Muss.

[Rezension] Blow Out – Uwe Laub

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Autor: Uwe Laub
Titel: Blow Out
Format: Taschenbuch
512 Seiten
Erschienen: 13.09.13
Verlag: Ullstein
ISBN-13: 978-3-548-28552-8
Preis : 9,99 [D], € 10,30 [A], sFr 13,90

Darum geht es:
Als der amerikanische Botschafter in Berlin seine Assistentin Emma Fisher bittet, für ihn eine alte Akte aus dem Archiv zu holen, weiß Emma noch nicht, was auf sie zukommt. Denn obwohl die Akte den Vermerk „top secret“ trägt, liest sie sie. Dabei stößt sie auf Ungeheuerliches. Es geht um nicht weniger als die Ermordung mehrerer Wissenschaftler und einen riesigen Umweltskandal, der von der amerikanischen Regierung vertuscht wurde. Auch ihr Chef, der Botschafter hatte seine Finger im Spiel. Hilfesuchend wendet sie sich an ihren Ex-Freund, den Journalisten Nick Schäfer. Aber noch bevor sie so recht weiß, wie ihr geschieht, ist ihr ein Killer auf den Fersen…

Ich sage dazu:
Der Debütroman des Autors spielt in der Zukunft und befasst sich mit Themen, die aktueller nicht sein könnten. Es geht um den Klimawandel, das Ansteigen des Meeresspiegels, das Schmelzen der Polkappen…aber auch um Profitgier und Überwachung durch staatliche Behörden.

Die begeisterten Rezensionen, die ich bisher zu BLOW OUT lesen durfte, haben mich dazu bewogen, dieses Buch zu lesen. Bereut habe ich es nicht. Im Gegenteil.
In kurzen Kapiteln, die eigentlich allesamt mit fiesen, kleinen Cliffhangern enden, spinnt der Autor hier eine spannende Geschichte. Perspektivewechsel und ein flüssiger Schreibstil tun ihr übriges, das Buch zu einem wahren Pageturner zu machen.

Immer wieder gelingt es Uwe Laub seine Helden in Situationen zu bringen, aus denen es kein Entkommen zu geben scheint. Am Ende laufen dann alle Fäden zusammen und ergeben ein Gesamtbild, das in sich schlüssig ist.

Beängstigend finde ich, dass diese Geschichte gar nicht so abwegig ist. Vielleicht sieht die Zukunft nicht genau so aus wie hier beschrieben, aber leider ist es ja nun mal so, dass in unserer Welt Profit vor Umwelt steht. Da frage ich mich, wohin das auf Dauer führt.

Fazit:
Ein Umweltthriller, mit einer interessanten Thematik, der mir sehr gut gefallen hat. Spannend und aktuell. Also unbedingt lesen!

[Rezension] Rachel-Morgan-Serie 1. Blutspur – Kim Harrison

Autor: Kim Harrison
Titel: Blutspur
Reihe: Rachel-Morgan-Serie
Band: 1
Originaltitel: Dead Witch Walking
Aus dem Englischen von Alan Tepper, Isabel Parzich
Format: ebook (epub)
Verlag: Heyne
Erscheinungstermin: 29. Juni 2012
ISBN-13: 978-3-641-09174-3

Preis : 8,99 [D] | CHF 12,00


Darum geht es:
Rachel Morgan ist eine Hexe und arbeitet als Kopfgeldjägerin. Da sie jedoch nur die einfachsten, unrühmlichsten Fälle bearbeiten darf, beschließt sie, zu kündigen und sich selbständig zu machen. Mit der Vampirin Ivy und dem Pixie Jenks gründet sie ihre eigene Agentur. Ihres ehemaliger Chef ist darüber alles andere als begeistert und jagt ihr glatt ein Killerkommando auf den Hals. Rachels einzige Chance, sich freizukaufen besteht darin, den Abgeordneten Trent Kalamack als Drogenboss zu überführen…

Ich sage dazu:
Grundsätzlich fand ich die Story gar nicht so schlecht, auch wenn sie mich nicht gerade von der Couch gehauen hat.

Einen dicken Punktabzug gibt es allerdings für mangelnde Recherche.

„Wie, Recherche?“, werdet ihr jetzt fragen, „Ist doch ein Fantasy-Roman und da hat der/die Autor/in doch alle Freiheiten.“

Stimmt schon. Aaaaber… wenigstens die Teile der Story, die in der wirklichen Welt spielen, sollten korrekt sein, oder? War hier aber nicht so. Denn Nerze sind nun mal keine Nagetiere und die fressen auch keine Möhren. So!

Alles in allem gibt es von mir daher auch nur 3 Sterne bzw. 6 Punkte.

Fazit:
Erster Band der Rachel Morgan-Reihe mit einem Fehler, der mich rasend macht. Da es sich jedoch um den Auftakt handelt, gebe ich der Autorin noch eine Chance.

Die Reihenfolge der einzelnen Bände:
Rachel Morgan
1. Blutspur
2. Blutspiel
3. Blutjagd
4. Blutpakt
5. Blutlied
6. Blutnacht
7. Blutkind
8. Bluteid
9. Blutdämon
10. Blutsbande
11. Blutschwur
12. Blutseele

[Rezension] Oneiros-Tödlicher Fluch – Markus Heitz

Autor: Markus Heitz
Titel: Oneiros – Tödlicher Fluch
Format: Quality Paperback
Verlag: Droemer Knaur
02.05.2012, 624 S.
ISBN-13: 978-3-426-50590-8
Preis [D]: 14,99 €











Darum geht es:
Ein vollbesetzter Airbus rast nach der Landung in das Terminal des Pariser Flughafens. Wie sich herausstellt, waren sämtliche Personen an Bord schon vorher tot. Weder weisen die Toten jedoch Verletzungen auf, noch können Spuren entdeckt werden, die auf ein Gas hinweisen. Handelt es sich um einen Terroranschlag? Die Ermittler der Katastrophe stehen vor einem Rätsel.

Als Bestatter und Thanatologe Konstantin Korff nach Paris reist, um ein Opfer der Airbus-Katastrophe für dessen Aufbahrung vorzubereiten, wird er zurück in eine Welt gerissen, die er vor Jahren hinter sich gelassen zu haben glaubte. Denn Konstantin Korff verfügt über ganz besondere Fähigkeiten…

Ich sage dazu:
Wowowow, was für ein geniales Buch!!!

Die…hm…Wesen, die sich Markus Heitz hier ausgedacht hat, heben sich so wunderbar deutlich vom Wust der bekannten Fantasy-/Horror-Gestalten ab.

Der Autor entführt den Leser in die Welt der Märchen und Sagen rund um den Tod. Aber auch der Schlaf, des Gevatters Bruder, findet seine Nische. So lernt man ganz nebenbei etwas über Narkolepsie und eine mir bis dato unbekannte Krankheit, die sich Insomnie nennt.

Ach ja, und Leichen gibt es. Viel. Gaaaanz viele. Unmengen sogar…

Wenn mich jetzt allerdings jemand fragen würde, welchem Genre ich dieses Buch zuordnen würde, wäre ich schlichtweg überfragt. Ein Thriller mit Fantasyelementen? Eine Fantasygeschichte mit Thrillereinschlag? Egal! Genial war die Story allemal.

Dies war übrigens mein erster „Heitz“, aber garantiert nicht mein letzter. Zumal „Totenblick“ schon auf meinem SuB liegt und ungeduldig mit den Seiten raschelt. Außerdem wird es darin ein Wiederlesen mit Konstantin Korff geben, was mich ganz besonders freut.

Fazit:
Für mich eines dieser Bücher, das die Suche nach DEM BUCH (das wir schließlich alle irgendwie suchen) kurzfristig beendet hat.

[Rezension] Die Feuerreiter Seiner Majestät 01. Drachenbrut – Naomi Novik

Autor: Naomi Novik
Titel: Die Feuerreiter Seiner Majestät 01 – Drachenbrut
Originaltitel: Temeraire Trilogy: Vol. 1, His Majesty’s Dragon
Originalverlag: Del Rey, New York 2006
Aus dem Amerikanischen von Marianne Schmidt
Format: ebook (epub)
Verlag: Blanvalet
Erscheinungstermin: 29. Juni 2012
ISBN-13: 978-3-641-09179-8

Preis: € 7,99 [D] / CHF 10,00 









Darum geht es:
England befindet sich im Krieg gegen Napoleon. Als der britische Kapitän Laurence mit seiner Mannschaft ein französisches Schiff aufbringt, finden sie ein Drachenei an Bord. Da das Drachenjunge jederzeit schlüpfen kann und die Küste fern ist, bleibt Laurence und seinen Offizieren keine andere Wahl, als das Drachenjunge auf einen von ihnen zu prägen. Die Karriere bei der Marine ist jedoch somit hinfällig, da der zukünftige Drachenlenker sich dem Fliegerkorps anschließen muss und man zudem mit einem Drachen eine lebenslange enge Bindung eingeht.
Das Los fällt zwar nicht auf Laurence, doch der kleine Drache sieht das anders. Er wählt Laurence als seinen Menschen aus.
Schweren Herzens nimmt er seinen Abschied bei der Marine und begibt sich mit Temeraire, wie er den Drachen nennt, zum Fliegerkorps…

Ich sage dazu:
Hui, schwere Geburt! Dieses Buch konnte mich leider so gar nicht fesseln. Zwischendurch war ich sogar versucht, abzubrechen. Letztendlich habe ich mich dann aber dazu durchgerungen, weiter zu lesen. Immer in der Hoffnung, dass es besser wird. Leider weit gefehlt.

Was man hier serviert bekommt, ist das Leben in einer Kaserne. Man wird mit Dienstgraden konfrontiert und dem strikten Einhalten militärischer Regeln. Man trifft wohl auf Kameradschaft, für eine echte Freundschaft verhalten sich die Protagonisten jedoch viel zu steif.

Größtenteils wird die Ausbildung Temeraires beschrieben, wobei mir für die beschriebenen Manöver wohl einfach die Vorstellungskraft fehlt. Noch schlimmer fand ich, wenn es denn dann tatsächlich zu irgendwelchen Luftkämpfen kam.

Was mir ebenfalls sauer aufgestoßen ist, war dass Temeraires Kapitän permanent Laurence genannt wird. Im Verlauf des Buches erfährt man zwar in einem Nebensatz, dass der Mann auch einen Vornamen hat, doch scheint den niemand zu benutzen. Nicht einmal Temeraire, mit dem ihn eine innige Beziehung verbindet.

Die Drachen fand ich hingegen sehr schön beschrieben und sie sind mir allesamt ans Herz gewachsen.

Leider reicht meine Sympathie jedoch nicht aus, diese Reihe weiter zu verfolgen.

Fazit:
History meets Fantasy. Hätte toll werden können, entpuppte sich aber leider als Flop. Einziger Lichtblick waren die Drachen.

Die Reihenfolge der einzelnen Bände:
Die Feuerreiter Seiner Majestät
1. Drachenbrut
2. Drachenprinz
3. Drachenzorn
4. Drachenglanz
5. Drachenwacht
6. Drachenflamme
7. Drachengold

[Rezension] 100 kleine Häkelfiguren – Andrea Biegel

Titel: 100 kleine Häkelfiguren
Format: Softcover
104 Seiten, 19 x 26,5 cm
Verlag: Frech
ISBN-13: 978-3-7724-6781-3
Preis [D]: 8,99 € Für meine Rezi zu diesem Buch muss ich ein bisschen weiter ausholen.Ich komme aus einer wenig bis gar nicht lesenden Familie. Zwar gibt es ein paar lesende Onkel und Cousinen, aber weder meine Eltern noch meine Großeltern können mit Büchern viel anfangen. Dafür wurde bei uns schon immer gehandarbeitet. Kein Wunder also, dass ich das früher auch mit Begeisterung gemacht habe. Allerdings habe ich eher gestrickt. Von Mütze über Schal zu Pullover und Babykleidung für mein Patenkind war so ziemlich alles dabei. Irgendwie und irgendwann ist dieses Hobby jedoch auf der Strecke geblieben.

Durch eine liebe Freundin, die immer mal wieder berichtete, dass sie dies stricke und jenes häkele, wurde meine Lust darauf wieder geweckt. Dann war da außerdem noch dieses Buch, das ich letztes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse entdeckt hatte und das mir seither nicht mehr aus dem Kopf wollte.

Kurzerhand habe ich es mir um Weihnachten herum besorgt, mich mit Wolle eingedeckt und losgelegt…

Darum geht es:
Im Buch findet man Anleitungen für die verschiedensten Häkelfiguren.

Neben einer Materialliste ist für die einzelnen Figuren auch immer ein Schwierigkeitsgrad angegeben.

Zu jeder Figur gibt es ein Foto auf dem auch immer eine Anwendungsidee zu erkennen ist. Sei es als Schlüsselanhänger, Bleistiftaufsatz, Mobilé oder einfach nur als Deko.

Ich sage dazu:
Ich hatte nun wirklich seit einer Ewigkeit keine Häkelnadel mehr in der Hand. Aber selbst mit meinen rudimentären Kenntnissen, hatte ich keine Schwierigkeiten, den Anleitungen zu folgen.

Ein paar meiner Werke seht ihr hier:

Elefant und Zebra
Schlange
Kuh
Igel
Schildkröte
Seehund
Krabbe
Meerjungfrau

Bei der nächsten Figur habe ich mir gedacht, es muss ja nicht immer Füllwatte sein. Also habe ich den Körper ein bisschen länger gemacht, als in der Anleitung angegeben.

???
???

Und es ist….

TADAAAAAA…
eine Eule

Das sind bei weitem nicht alle Figuren, die ich gehäkelt habe. Ein paar warten jedoch noch auf ihre endgültige Fertigstellung oder aber sie haben meiner eigenen Kritik nicht standgehalten. (Was jedoch nicht der Anleitung sondern an meinen eigenen dilettantischen Versuchen anzulasten ist. 😉 )

Fazit:
Tolle Ideen und ausführliche Anleitungen. Von mir eine klare Empfehlung.