[Rezension] Das Waisenmädchen und der Lord von Laura Gambrinus

Laura Gambrinus
Das Waisenmädchen und der Lord

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2443 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 262 Seiten
Verlag: Cumedio Verlag (5. September 2018)

ASIN: B07H4Q1LZM

Darum geht es:

Nach der Schlacht von Waterloo findet sich Rennison Palmer-Lytton, der Marquess of Marlborough plötzlich in der Rolle des Vormunds der Tochter eines Sterbenden wieder. Er gedenkt dieses Versprechen einzuhalten und bereitet alles für die Ankunft des Mädchens auf Langton Abbey vor. Ein Hauslehrer und eine Nanny werden eingestellt, ein Kinderzimmer wird eingerichtet, ein Spielplatz wird gebaut… Sogar seine Mutter die Dowager Marchioness Margret Palmer-Lytton und seinen besten Freund Thomas Halsbury hat er um Unterstützung bei der Erziehung des Mädchens ersucht… Als dann endlich die Kutsche mit seinem Mündel Alice Bingham vorfährt, entsteigt ihr aber nicht etwa ein kleines Mädchen, sondern eine junge Frau.

Alice Bingham hat, seit der Vater in den Krieg zog, bei dem Lehrerehepaar Enfield gelebt. Als diese von ihrem neuen Vormund erfahren, sind sie entsetzt. Denn dieser trägt zu Recht den Beinamen „der wüste Marquess“. Die Warnungen der Enfields noch im Ohr, sie möge ihrem Vormund tunlichst aus dem Weg gehen, erwartet Alice, einem älteren, miesepetrigen Herrn gegenüber zu stehen. Stattdessen empfängt sie der schönste Mann, den Alice je gesehen hat. Allerdings strahlt dieser eine Kälte, Düsternis und Traurigkeit aus, die auf sie entmutigender wirken als jede Ermahnung. Abgeschreckt durch die Ausstrahlung ihres Vormunds beschließt Alice, die Warnungen der Enfields zu beherzigen und sich dumm, taub und stumm zu stellen. Ein Unterfangen, das ihr mehr als schwer fällt.

Von den neuen Umständen überrumpelt, gilt es für Rennison nun sein Mündel möglichst bald zu verheiraten. Doch offenbar ist diese nicht nur schüchtern und unscheinbar sondern auch noch dumm. Zum Glück nimmt sich seine Mutter der jungen Frau an und begibt sich auf die Suche nach geeigneten Heiratskandidaten.

Eines Abends erwischt Rennison Alice jedoch in der Bibliothek, in der sie sich ausgerechnet die Iliás von Homer als heimliche Lektüre aussucht. Alices Fassade vom naiven Dummchen lässt sich nicht länger aufrechterhalten.

Und dann tauchen die ersten Herren auf, die um die Erlaubnis bitten, ihr den Hof machen zu dürfen…

Ich sage dazu:

Herrlich! Ich habe mit großem Vergnügen mitverfolgt, wie bei seiner Lordschaft endlich der Kandelaber – oder wenigstens ein Nachtlicht – anging. Der gute hat nämlich vor, die Verpflichtung, die er einem Sterbenden gegenüber eingegangen ist, einzuhalten. Er sorgt für die äußeren Bedingungen, will Alice aber ansonsten nicht näher an sich heran kommen lassen. Dabei hat diese ihn mit ihrer temperamentvollen, klugen Art längst für sich eingenommen. Alice platzt nämlich wie ein Wirbelwind in das Leben des „wüsten“ Marquess, der seit dem Krieg eigentlich gar nicht mehr so „wüst“ ist.

Die Figuren, die die Autorin hier ersonnen hat, haben mir allesamt gut gefallen. Allen voran der grummelige Marquess, der nicht weiß wie ihm geschieht. Aber auch die lebenslustige Alice, die zwar weiß, was von ihr erwartet wird und sich in ihr Schicksal fügt, sich aber gleichzeitig nicht in Ketten legen lassen will. Die Dowager Marchioness war mir zwar nicht gerade sympathisch, konnte mich letztendlich jedoch überraschen.

Mit ihrem flüssigen und lockeren Schreibstil hatte mich Laura Gambrinus sofort am Wickel. Einmal begonnen, konnte ich ihre Geschichte von Alice und ihrem begriffsstutzigen Lord nicht wieder aus der Hand legen. Dabei kommt sie gänzlich ohne kompromittierende Szenen aus. Sprachlich ist die Story alles andere als verstaubt, bringt aber trotzdem die gesellschaftlichen Grenzen und Zwänge des Regency hervorragend Ausdruck. Manch eine Szene hat mir zudem das ein oder andere Schmunzeln entlockt.

Alles in allem hat mir dieser Roman ganz einfach Riesenspaß gemacht. Von mir gibt es daher eine glasklare Leseempfehlung.

 

 

 

 

 

 

[Rezension] Love Lessons – Nachhilfe fürs Herz von Karin Koenicke

Karin Koenicke
Love Lessons – Nachhilfe fürs Herz

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2512 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 275 Seiten

ASIN: B07H4S72NT

Darum geht es:

Die idealistische Marina hat sich mit fast 30 Jahren einen Traum erfüllt und ein Psychologiestudium in Köln begonnen. Allerdings ist sie unzufrieden damit, nichts als graue Theorie büffeln zu müssen. Als ihre fast gleichaltrige Kommilitonin und Freundin Willie ein Fachbuch des renommierten Professors Garrett Featherstone, der in Oxford lehrt, anschleppt, setzen beide Frauen alles daran, ihr Studium bei ihm fortzusetzen. Tatsächlich gelingt ihnen das. Doch kaum hat die erste Vorlesung bei Professor Featherstone begonnen, muss Marina feststellen, dass er so gar nicht ihren Vorstellungen entspricht. Während der Professor darauf beharrt, dass einzig und allein Wissen zum Erfolg führt, ist Marina der Überzeugung, dass man Menschen nur mit Empathie helfen kann. Er kann mit ihrem Idealismus nichts anfangen und kanzelt sie direkt als faul und unbegabt ab. Das kann Marina natürlich nicht auf sich sitzen lassen und streitet sich mit ihm. Aus Angst, jetzt von der Uni zu fliegen folgt sie ihm nach der Vorlesung, um sich zu entschuldigen. Doch wieder fliegen die Fetzen. Es geht sogar so weit, dass beide einen Verkehrsunfall verursachen und in einem Schnellverfahren zu 30 Sozialstunden verurteilt werden. Abzuleisten mit Gartenarbeit im Lewis-Park. Gemeinsam treten sie ihre Strafe an und fangen prompt wieder an zu streiten. Genervt von seiner miesen Laune und seiner selbstherrlichen Art fordert sie ihn heraus, eine Frau zu beeindrucken, ohne seinen Intellekt ins Spiel zu bringen. Er geht wutschnaubend darauf ein und wettet mit Marina. Dabei stellt er sich vor, einfach irgendeine seiner Studentinnen zu verführen um die Wette zu gewinnen. Doch er hat nicht mit Mrs Spencer, dem Unfallopfer, gerechnet, die zufällig des Weges kommt und alles mitbekommen hat. Sie mischt sich ein und sorgt dafür, dass die Wette um einiges erschwert wird. Er soll nämlich nicht irgendeine Studentin verführen, sondern Marina herself. Na, Mahlzeit!

Bisher hatte der Professor nie Probleme, Frauen in sein Bett zu bekommen. Gibt es doch genug Wissenschafts-Groupies unter seinen Studentinnen, die auf seinen Intellekt abfahren. Die Wette stellt ihn nun vor eine echte Herausforderung. Verzweifelt greift er zu Fachliteratur in Form von Flirt-Ratgebern…

Ich sage dazu:

Alle Charaktere in der Geschichte mochte ich auf ihre Art. Sei es die flippige Willie, die ihr Studentenleben in vollen Zügen genießen oder die berechnende Neema, Mrs Spencer und ihr Hündchen Toffee oder das Eis-Duo Ben und Jerry.

Aber auch die Unsympathen fand ich gut gelungen. Garretts Vater, dem er nie etwas recht machen kann, genauso wie seinen überheblichen Bruder und die Vorzeigetussi Juliette.

Da ich ja auf die immer schlecht gelaunten, missmutigen Typen stehe (jedenfalls in Büchern ;-)) passt Professor Garrett Featherstone prima ins Bild. Als reiner Kopfmensch bringt ihn Marina mit ihrem Helfer-Syndrom und ihrer freundlichen, gefühlvollen Art regelmäßig auf die Palme.

Marina dagegen macht es rasend, dass der Professor sich ausschließlich auf sein Wissen verlässt. Sie hört in alles Lebenslagen auf ihre Intuition, weil sie es furchtbar findet, Menschen nach Schema F zu beurteilen. Deshalb beobachtet sie ihre Umwelt und ihre Mitmenschen genau, um Ansatzpunkte zu finden, wie sie den Menschen helfen kann. Denn genau das macht sie aus. Sie ist stolz auf ihre Hilfsbereitschaft und der festen Überzeugung, dass man sie nur deswegen mag.

Mag sein, dass beide Figuren ein bisschen zu sehr in Schwarz und Weiß denken, ihre Beweggründe machen das Ganze jedoch glaubhaft. Eine klare Entwicklung lässt sich im Laufe der Geschichte außerdem erkennen.

Mit ihrer bildhaften und witzigen Schreibweise hat Karin Koenicke bei mir jedenfalls einen Nerv getroffen. Ich war in Oxford am altehrwürdigen St. Ambrose College, bin auf dem Isis Boot gefahren und habe die Grinsekatze im Lewis-Park gesehen. Bei den Flirtversuchen des Professors habe ich Tränen gelacht. Ich habe geheult, gekichert und gebangt…

Alles in allem fand ich die Story von dem Professor mit dem analytischen Verstand und der Studentin mit dem überbordenden Bauchgefühl durchweg gelungen. Deshalb kann ich sie auch guten Gewissens weiter empfehlen.

 

[Rezension] Late Summer Hope – Highland Gentleman von Jo Berger

Jo Berger
Late Summer Hope – Highland Gentleman

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1152 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 281 Seiten
ASIN: B07GV49D4M

Darum geht es:

Annie Fairfield arbeitet in der Redaktion einer Frauenzeitschrift. Als eines Tages der gutaussehende Calan McGrant, Earl of Cheshire zu einem Interview dort auftaucht, verläuft die erste Begegnung zwischen Annie und Calan alles andere als gut. Er hält sie für ein Flittchen, das Männer verbraucht wie andere Leute Taschentücher. Bei Schnupfen. Sie sieht in ihm einen arroganten Adelsschnösel.

Kurz darauf findet auf Glenlaggan Castle, einem Luxushotel in den schottischen Highlands, die Hochzeit von Annies ehemaliger Arbeitskollegin Sarah und dem Hotelbesitzer Rob statt, zu der auch Annie und Calan geladen sind. An dessen Seite steht eine biestige Blondine, die aus irgendeinem Grund in Annie eine Konkurrentin sieht…

Ich sage dazu:

Lederröcke, knappe Tops und Highheels. Das ist Annie. Dass sie dabei noch einen klugen Kopf, einen schlagfertigen Mund und ein mutiges Herz ihr eigen nennt, sieht man ihr auf den ersten Blick nicht an. Erst recht nicht, wenn sie ihrem Hobby Poledance nachgeht. Sie findet schon, dass Calan verdammt gut aussieht. Allerdings findet sie auch, dass er ein ungehobelter Wichtigtuer ist. Außerdem fühlt sie sich auf Glenlaggan Castle nicht wirklich wohl. Zwar ist sie beeindruckt von all dem Luxus, der sie umgibt, meint aber, dass sie überhaupt nicht dorthin passt. Außerdem hat sie genug Probleme. Da hat sie gar nicht den Kopf für einen Mann.

Adelsspross, kluger Geschäftsmann und Inhaber einer Whiskydestillerie mit Geld. Bei Calan haben Frauen bislang allerhöchstens Lust und Begierde ausgelöst. Was, in Dreiteufelsnamen, ist bei Annie jetzt so anders? Er hält sie für billig und niveaulos. Eigentlich genau sein Beuteschema, aber irgendetwas hat diese Annie an sich, das ihn abschreckt. Trotzdem würde er sie zu gerne flachlegen… Das Verhalten, das seine alte Freundin Fiona an den Tag legt, gibt ihm ebenfalls Rätsel auf. Fast macht es den Anschein, als wäre sie eifersüchtig. Aber das kann ja gar nicht sein.

Auch wenn mir Calan ein paar mal zu oft unverhofft vor, hinter oder neben Annie auftaucht und ganz schön viele Insekten nur knapp dem Tod durch Verschlucken entronnen sind, konnte mich die Story mal wieder in ihren Bann ziehen. Genau genommen habe ich sie sogar in einem Rutsch inhaliert.

Jo Berger erzählt hier in gewohnt witzig-spritzigem Schreibstil die Geschichte zweier Menschen, die auf den ersten Blick so gar nicht zusammen zu passen scheinen. Dabei lässt sie Annie und Calan immer abwechselnd zu Wort kommen und krönt die einzelnen Kapitel jeweils mit einem hübschen Bildchen ihrer Protas. Ob es ihr gelingt, auch für dieses ungleiche Paar ein Happyend zu finden, müsst ihr natürlich selber herausfinden.

 

[Kurzrezi] Pizza, Pasta & Amore von Elke Becker

Elke Becker
Pizza, Pasta & Amore

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1446 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 339 Seiten
ASIN: B07BL5VM55
2,99 €

Der Klappentext:

Wünscht sich nicht jede Frau den ultimativen Heiratsantrag? Julia Hadorn geht es da nicht anders. Nach einem romantischen Antrag wird ihr allerdings mehr als heiß und das liegt nicht nur an den Worten ihres Liebsten. Der Abend endet im Fiasko.
Drei Jahre später ist Julia immer noch Single. Doch ihr Traumjob rückt endlich in greifbare Nähe. Deshalb reist sie nach Rom, um dort ihr Italienisch zu perfektionieren.
Für Liebe bleibt da keine Zeit. Doch Rom hat ganz andere Pläne mit Julia …

Ich sage dazu:

Elke Becker hat einen tollen Schreibstil, der mich von der ersten Seite an mitgenommen hat. Sie erzählt hier eine wunderschöne Geschichte mit gut ausgearbeiteten, authentischen Figuren. Dabei steht gar nicht einmal die Liebesgeschichte im Vordergrund. Vielmehr geht es um Freundschaft und das Verwirklichen von Träumen. Unbedingt lesen!

[Rezension] Lässig in Love von Greta Schneider

Greta Schneider
Lässig in Love

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 5851 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 348 Seiten
ASIN: B07FRGXGJP

 

Darum geht es:

Nachdem ihr bisheriger Lebensgefährte, ein gut situierter Anwalt, Studentin Elina verkündet hat, er wolle heiraten – allerdings nicht sie – steht diese plötzlich ohne Geld und ohne Job auf der Straße. Zunächst kann sie zwar bei ihrer besten Freundin und ihrem Bruder Jonas unterkriechen, doch die können sie nicht länger als ein paar Tage beherbergen. Es muss also schnell eine andere Lösung her.

Zum Glück ist da Henry, Jonas bester Freund. Dieser hat nämlich gerade ein Zimmer frei. Allerdings ist er zunächst etwas skeptisch, Elina bei sich aufzunehmen. Nach einem Treffen mit Jonas und einer bierseeligen Vereinbarung willigt er schließlich ein, sie fast mietfrei bei sich wohnen zu lassen. Jedoch gibt es eine Bedingung: Elina soll Henry einem Flirttraining unterziehen. Sie soll ihm so ein Date mit der Tochter seines Chefs verschaffen. Da ihr die Alternativen ausgehen, willigt Elina zähneknirschend ein.

Ich sage dazu:

Elina ist eigentlich eine quirlige, liebenswerte junge Frau, die nur leider ihre Ziele im Leben vernachlässigt hat. In der Beziehung mit ihrem Ex hat sie sich in ein Vorzeigepüppchen verwandelt, das nichts alleine auf die Reihe kriegt. Sie hat sich in allen Lebenslagen voll und ganz auf den Mann an ihrer Seite verlassen. Das rächt sich jetzt natürlich. Völlig mittel- und planlos steht sie vor den Scherben ihres bisherigen Lebens, die sie nun mühsam wieder zusammen setzen muss. Den Plan, Henry einem Flirttraining zu unterziehen, findet sie zwar bescheuert, nimmt die Herausforderung jedoch an.

Henry ist ein Nerd. Aber ein gutaussehender. Nur scheint er das überhaupt nicht zu registrieren. Von Natur aus sowieso schon schüchtern, hat er seit einer unschönen Abfuhr in Teenager Tagen ein Problem damit, schöne Frauen anzusprechen. Entweder bringt er kein Wort heraus oder er fängt an zu stottern.

Elina fordert ihn heraus. Sie kümmert sich zunächst um sein Äußeres und stellt ihm Aufgaben, die seinen Mut erfordern. Bei ihr ist Henry auch überhaupt nicht schüchtern. Schließlich ist Elina nur die nervige kleine Schwester seines besten Kumpels, die er schon seit Kindertagen kennt.

Mit der Zeit trägt Elinas Training Früchte. Ob es ihr gelingt, Henry so mit seiner Traumfrau zusammen zu bringen müsst ihr natürlich selber nachlesen.

Mir hat dieses Buch jedenfalls sehr gut gefallen. Witzig und mit ein bisschen Erotik erzählt Greta Schneider in locker-leichtem Schreibstil hier ihre Geschichte.
Langeweile kam dabei an keiner Stelle auf. Wenn ich auch nicht immer mit allen Entscheidungen, die die beiden getroffen haben einverstanden war, mochte ich die Protagonisten Henry und Elina von Anfang an. Und Oma Mimi ist sowieso der Knaller.

Von mir gibt es für diese süße Geschichte eine klare Leseempfehlung.

Süßes Nichtstun

Ahoi, ihr Landratten und willkommen an Bord der Stella Maris!

Dies ist meine allererste Kreuzfahrt und ich freue mich darauf. Das wird ganz sicher eine kurzweilige Angelegenheit. Ständig gibt es etwas zu sehen und zu tun. Und sicher gibt es trotzdem bestimmt auch chillige Momente, in denen man sich dem süßen Nichtstun hingeben kann. Aber Nichtstun ohne etwas zu tun, ist mit persönlich viiiiel zu langweilig. Deshalb habe ich mir für MEINE Kreuzfahrt mein Häkelzeug und ein paar andere Kleinigkeiten eingepackt.


Ich habe es mir hier an Bord auf dem Pooldeck gemütlich gemacht. Meine Liege steht ein bisschen abseits im Schatten. Ich kann den Blick schweifen lassen und wahlweise die Passagiere um mich herum oder das Meer beobachten. Es weht eine leichte Brise und neben mir steht auf einem Tischchen ein leckerer Cocktail. Ein Starfish um genau zu sein. Alkoholfrei, versteht sich. Man will ja keine bösen Überraschungen beim Häkeln erleben.

Setzt euch doch zu mir. Marcus unser Barkeeper mixt euch ganz sicher einen kühlen Drink und während wir uns unterhalten, zeige ich euch was ich hier mache.

Auf hoher See ist es sicher nie verkehrt, einen Rettungsring parat zu haben. Mein Rettungsring erfüllt am Ende zwar hoffentlich nur dekorative Zwecke, aber das passt so schön zum Thema, oder?

Ich habe mir einen Styroporring mitgebracht, dem ich jetzt erstmal ein Kleid verpasse. Da es sich hierbei um das größte Stück handelt, das zu häkeln ist, habe ich zwischendurch Zeit, euch was zu erzählen.

Das ist nämlich das schöne am Häkeln. Man taucht, anders als bei Büchern, nicht völlig ab, sondern bekommt noch etwas von seiner Umgebung mit und kann sich sogar noch mit den Mitreisenden unterhalten. Trotzdem: Zählen nicht vergessen! Schließlich soll das Stück gleichmäßig werden und nicht irgendein krummer Lappen.


Erzählen wollte ich euch aber eigentlich, wie ich zum Häkeln gekommen bin. Schuld war da dieses Buch, das ich vor ein paar Jahren auf der Frankfurter Buchmesse entdeckt hatte. Es enthielt Anleitungen für sogenannte Amigurumis, kleine gehäkelte Tiere und Figuren, die man z.B. als Schlüsselanhänger oder als Deko verwenden kann. Irgendwie wollte das Buch nicht mehr raus aus meinem Kopf. Deshalb habe ich es kurzentschlossen gekauft, mich mit Wolle eingedeckt und losgelegt. Anfangs noch ziemlich unbeholfen, da ich zwar seit meiner Kindheit weiß, wie das mit dem Häkeln geht, mir jedoch die Übung fehlte. Nach und nach wuRde es besser. Inzwischen gehört Häkeln zu einem meiner liebsten Hobbies und es ist natürlich nicht bei Häkelfigürchen geblieben. Auch Schultertücher in allen möglichen Farben und Formen gehören zu meiner Leidenschaft.


Die sind auf so einem Schiff natürlich auch sehr praktisch. Abends auf dem Wasser kann es nämlich auch mal kühl werden und da ist es schön, wenn man sich in so ein weiches Tuch kuscheln kann.

So! Mein Styroporring ist jetzt eingekleidet. Zeit für ein bisschen Farbe.

Sieht schon wie ein Rettungsring aus, nicht wahr. Als Deko aber doch noch ein bisschen langweilig. Ein paar Verzierungen peppen ihn ganz sicher auf.

Ein Fischernetz gehört irgendwie auch dazu, oder?

Soweit so gut. Ein Rettungsring gehört aber griffbereit an einen Haken. Es fehlt also noch etwas, woran man ihn aufhängen kann.

…noch ein paar hübsche Knoten…

Zum guten Schluss habe ich hier noch ein paar Mitbringsel von unseren Landgängen. Die machen sich bestimmt auch noch ganz gut…

Ich finde, mein Rettungsring ist sehr hübsch geworden und passt so schön zum Titel, oder?

Anmerkung:

Die Einzelheiten meines How-to-make-a-Rettungsring habe ich euch bewusst vorenthalten. Schließlich habe ich selber ja auch nur auf das zurück gegriffen, was sich jemand anderes – nämlich die Designerin Petra Müller-Kramer – ausgedacht hat.

Solltet ihr jetzt allerdings die Lust verspüren, euren eigenen Rettungsring zu häkeln, könnt ihr die Anleitung „Türkranz „MOIN“ / jetzt klassisch gehäkelt“ von stjerne61 bei crazypatterns erwerben.

Noch eine Anmerkung:

Auf meiner Facebook-Seite Hinkenpinken kreativ könnt ihr euch ansehen, was ich sonst noch so aus Wolle mache. Däumchen und Kommentare dürft ihr bei der Gelegenheit natürlich auch gerne hinterlassen.

 

[Rezension] Rettungsring für zwei von Clara Gabriel

Clara Gabriel
Rettungsring für zwei

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3776 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 271 Seiten
ASIN: B07F2H9X2R

 

 

Darum geht es:

Nur drei Tage vor der geplanten Hochzeit verunglückt Maries Verlobter tödlich. Trotzdem lässt sie sich von ihrer Freundin Eva überreden, die gebuchten Flitterwochen anzutreten. Eine Kreuzfahrt durch die Karibik. An Bord der Stella Maris muss Marie mit Schrecken feststellen, dass sie in ihrem Gefühlswirrwarr vergessen hat, dass sie das Romantic-Special gebucht hatte. Verliebte Paare so weit das Auge reicht! Sie beschließt, ihren Kummer in Alkohol zu ertränken und klettert später betrunken auf der Reling herum. Prompt wird sie von Paul gerettet, der glaubt, sie wolle sich umbringen. Hals über Kopf verliebt sich Marie in dessen meerblaue Augen, doch Paul ist nur um ihre Sicherheit besorgt.

Ich sage dazu:

Zuerst fand ich es etwas merkwürdig, dass jemand, deren Zukünftiger gerade gestorben ist, ein paar Tage später eine Kreuzfahrt antritt. Die Umsetzung fand ich jedoch glaubhaft und gelungen. Dass Marie sich in einem Auf und Ab der Gefühle befindet, liest man deutlich heraus. So kann man durchaus nachvollziehen, dass sie sich am ersten Abend an Bord maßlos betrinkt, als ihr klar wird, dass es auf dem Schiff von verliebten Paaren und Flitterwöchnern nur so wimmelt.

Marie trauert um ihren verstorbenen Verlobten, ist gleichzeitig aber auch unglaublich wütend auf ihn. Paul findet sie anfangs einfach nur unmöglich. Er nervt sie mit seiner selbst auserkorenen Rolle als ihr Beschützer und am liebsten würde sie ihm aus dem Weg gehen, wenn das auf der Stella Maris nur möglich wäre und dann sind da ja auch noch seine meerblauen Augen…

Paul ist ein einsamer Mann, dessen Lebenskonzept keine länger andauernde Beziehung zulässt. Er sieht sich in der Verantwortung, Marie vor einem Selbstmord zu bewahren, schützt damit aber gleichzeitig auch sich selbst. Erst nach und nach kann er sich eingestehen, dass da mehr ist als bloß das Gefühl um Maries Sicherheit besorgt zu sein.

Mit ihrem lockeren und flüssigen Schreibstil erzählt Clara Gabriel hier eine romantische Geschichte vor traumhafter Kulisse, die ich in einem Rutsch durchlesen musste.

Ich war noch nie auf einer Kreuzfahrt, konnte mir das Leben auf so einem Schiff Dank der bildhaften Schilderungen aber sehr gut vorstellen. Die Beschreibungen der angelaufenen Inseln stehen dem ihn nichts nach. Fernweh lässt grüßen!

Ich fand die Geschichte nicht nur witzig, weil Paul und Marie sich gegenseitig in ein paar unmögliche und peinliche Situationen bringen, sondern am Ende auch noch richtig spannend.

Auch die Charaktere mochte ich. Allen voran natürlich Marie und Paul. Aber auch ein paar der Nebencharaktere haben es mir angetan.

Maries Freundin Eva zum Beispiel. Sie ist eine flippige, lebenslustige Person, die Marie mitzieht, gleichzeitig aber auch Verständnis für ihre Situation aufbringt. Sie bestärkt Marie darin, das Leben und diesen Urlaub einfach mal zu genießen.

Sicherheitschef Ángel mochte auch sehr gern. Denn schon lange, bevor Paul es sich eingestehen kann, weiß er, wie es um diesen bestellt ist.

Die Aufmachung hat mir auch sehr gut gefallen. Die Kapitelüberschriften geben nämlich immer die Position an, an der sich Marie bzw. die Stella Maris gerade befindet und enthalten auch Angaben zum aktuellen Wetter. Außerdem sind sie mit hübschen, kleinen Rettungsringen verziert. Perspektivwechsel werden hingegen durch kleine Wellen angekündigt.

Wer also eine locker leichte Urlaubslektüre – vielleicht sogar für eine Kreuzfahrt – sucht, ist hier genau richtig.

 

[Rezension] Glück ist Liebe, Honey von Jo Berger

Jo Berger
Glück ist Liebe, Honey

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 610 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 277 Seiten
ASIN: B07F1V9JSH

Darum geht es:

Mascha ist zufrieden mit ihrem Leben. Sie arbeitet in einer kleinen Parfümerie als Kosmetikerin und bereitet nebenbei ihre Hochzeit mit ihrem langjährigen Lebensgefährten Alex vor. Eines Tages wird sie von ihrer Lieblingskundin, Adele von Grafensberg, einer älteren, exzentrischen Dame, dazu eingeladen, diese auf eine Kreuzfahrt auf der MS Inspiration zu begleiten. Von Bali aus soll es nach Australien gehen und dort schließlich in Sydney enden. Aus einem spontanen Entschluss heraus, was ganz und gar untypisch für sie ist, sagt Mascha zu.

Manager David entstammt einem alten Adelsgeschlecht und leidet unter den antiquierten Standesdünkel, die sein Vater vertritt. Dieser hat sich nämlich in den Kopf gesetzt, David mit der blaublütigen Tochter eines Geschäftspartners zu verheiraten. Als ihm die Streitereien mit seinem Vater über den Kopf wachsen, beschließt er kurzerhand Urlaub zu machen und bucht eine Suite auf der MS Inspiration.

Natürlich treffen Mascha und David an Bord aufeinander. Dass sie sich voneinander angezogen fühlen ist nicht zu verleugnen. Aber da ist auch noch Animateur Sandro, der ein Auge auf Mascha geworfen zu haben scheint.

Umschwärmt von gleich zwei Männern, die sie sehr anziehend findet, weiß Mascha nicht, was sie tun soll. Außerdem steckt sie ja mitten in den Hochzeitsvorbereitungen und sie liebt ihren Alex, der zu Hause auf sie wartet.

Ich sage dazu:

Gefühlschaos hoch drei! Oder um es mit den Worten des unvergessenen Robert Lembke zu sagen: Welches Schweinderl hätten’s denn gern? Egal wie – Mascha muss sich entscheiden.

Zu Hause wartet ihr Verlobter auf sie, der sich jedoch in letzter Zeit eher merkwürdig verhält und in seinen Nachrichten eher kurz angebunden ist. Okay, die Hochzeitsvorbereitungen überlässt er lieber Mascha und ihrer Mutter, aber ein bisschen mehr Engagement könnte er schon zeigen…

Sandro ist mit seinem Akrobatenkörper heißer als die Sonne, aber soll sich Mascha wirklich Hals über Kopf in diesen Urlaubsflirt stürzen? Immerhin ist da ja noch ihr Verlobter…

Und schließlich David. Der Kerl scheint mehr Geld zu haben als ihm gut tut und außerdem hängt er dauernd am Handy und telefoniert mit einer Frau…

Wie sie es dreht und wendet, steht Mascha zwischen diesen drei Männern und weiß nicht, wie sie sich entscheiden soll.

Zum Glück ist da noch Adele, die sie mit ihren immer griffbereiten Zitaten und Weisheiten in die richtige Richtung schubst.

Wie immer hatte mich Jo Berger mit ihrem unnachahmlichen Schreibstil von der ersten Seite an. Mit ihrem Wortwitz und Humor hat sie mich mehr als einmal laut loslachen lassen. Das ein oder andere Tränchen ist allerdings auch geflossen.

Die Protas, die sie hier ersonnen hat mochte ich (fast) alle sehr. Die Hauptcharaktere ebenso wie die Nebencharaktere. Allen voran natürlich Adele, die mich mit ihren schrillen Outfits und ihrer Persönlichkeit fasziniert hat. Auch das Leben auf einem Kreuzfahrtschiff und die bereisten Orte konnte ich mir wunderbar bildlich vorstellen.

Diese Geschichte ist einfach prall gefüllt mit Emotionen. Sie lässt einen lachen, weinen, hoffen und sehnen.

Ob nun als Urlaubslektüre oder für zu Hause auf dem Sofa – ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.

[Rezension] Ein verruchter Lord – Celeste Bradley

Originaltitel: Scoundrel in my Dreams (03 The Runaway Brides)
Originalverlag: St. Martin’s, New York 2010
Aus dem Amerikanischen von Cora Munroe
Format: ebook (epub)
Verlag: Blanvalet
Erscheinungstermin: 20. Mai 2013
ISBN-13: 978-3-641-09490-4
Preis: € 6,99 [D] | CHF 9,00
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Darum geht es:

Die dreijährige Melody wurde auf den Treppenstufen von Brown’s Gentlemen Club ausgesetzt. An ihrem Mantel eine Notiz, dass die Mutter kein Geld mehr schicke und darum der Vater sich jetzt um das Kind kümmern möge…
Nachdem klar ist, dass weder Aiden de Quincy, Earl of Blankenship noch Sir Colin Lambert der Vater ist, bleibt nur noch der dritte im Bunde. John Redgrave, der Erbe des Marquis of Strickland, genannt Jack.
Kaum begegnet Jack der kleinen Melody zum ersten Mal, erkennt er in ihr sofort seine Tochter. Natürlich macht er sich gleich auf den Weg zur Mutter der Kleinen, Lady Amaryllis Clarke. Leider ist diese inzwischen verheiratet und streitet die gemeinsame Nacht mit Jack vor dessen Abreise nach Jamaica vehement ab. Sie behauptet sogar, nie ein Kind geboren zu haben.
Kurz darauf stürmt die wutschnaubende jüngere Schwester Laurel das Brown’s und verlangt die Herausgabe ihrer Tochter Melody.
Jack weiß sich nicht anders zu helfen und sperrt sie kurzerhand auf den Dachboden. Wie soll er das nur seinen Freunden erklären? Wie soll er Laurel davon abhalten, mit Melody auf nimmer Wiedersehen zu verschwinden? Wie soll er ihr erklären, dass er sie liebt und wie soll er sie davon überzeugen, ihn zu heiraten?

Ich sage dazu:

Dies ist nun der 3. Teil der Trilogie um die kleine Melody. Wie schon in den beiden ersten Teilen wird die Rahmenhandlung von Englands berühmtestem Modeschöpfer Lementeur bestritten, der der inzwischen erwachsenen Melody die Geschichte ihrer Eltern erzählt.
Was soll ich sagen? Ich bin schon ein bisschen traurig, dass die Geschichte nun zu Ende ist. Denn die Charaktere sind mir allesamt ans Herz gewachsen. Angefangen bei den Paaren Aiden und Madeleine, Colin und Pru, Jack und Laurel über die Möchtegern-Großväter im Brown’s. Den Majordomus Wilberforce, der auf die strikte Einhaltung der Regeln achtet, deren Umsetzung jedoch Auslegungssache ist und den nichts mehr ärgert als Staub in seinem Haus. Der sich einerseits nach der Ruhe vor Melodys Ankunft zurücksehnt, nicht jedoch nach der Langeweile. Den Lakaien Bailiwick, der ein herzensguter Kerl ist und der selber die Liebe gefunden hat. Bis hin zu Melody, die am liebsten Piraten-Geschichten hört und mit einem verdreckten Halstuch namens Gordy Anne das verstaubte Brown’s ordentlich aufmischt.
Der Schreibstil ist locker-leicht, wobei man sich nicht unbedingt an modernen Ausdrucksweisen oder Gegenständen, die nicht in viktorianische Zeit gehören aufhängen sollte.
Alles in allem hat mir die Trilogie wirklich gut gefallen. Allerdings sollte man die Reihenfolge unbedingt einhalten, auch wenn es am Anfang immer eine kleine Zusammenfassung der vorangegangenen Ereignisse gibt.

Die Reihenfolge der einzelnen Bände:

The Runaway Brides

Quelle: Blanvalet
Quelle: Blanvalet
Quelle: Blanvalet

[Rezension] Ein sinnlicher Schuft – Celeste Bradley

Originaltitel: Rogue in My Arms (02 The Runaway Brides)
Originalverlag: St. Martin’s, New York 2010
Aus dem Amerikanischen von Cora Munroe
Format: ebook (epub)
Verlag: Blanvalet
Erscheinungstermin: 19. November 2012
ISBN-13: 978-3-641-08060-0
Preis: € 6,99 [D] | CHF 9,00
 
Darum geht es:
Nachdem klar ist, dass Aiden de Quincy nicht der Vater der kleinen Melody ist, kommen auch Sir Colin Lambert Zweifel. Er denkt zurück an seine Beziehung zu der Schauspielerin Chantal Marchant. Sollte sie Melodys Mutter sein?
Da Aiden und seine Frau Madeleine zur Zeit auf Hochzeitsreise sind, bleibt ihm nichts anderes übrig, als dass Melody ihn begleitet, als er sich auf den Weg macht, sich Gewissheit zu verschaffen. Die Reise geht zunächst nach Brighton, wo Chantal ein Engagement an einem Theater hat. Dort angekommen, muss Colin jedoch erfahren, dass sie weg ist. Auf dem Weg zu ihrer Hochzeit mit Lord Bertram Ardmore.
Wenn Melody jedoch seine Tochter ist und Chantal deren Mutter muss Colin diese Hochzeit unbedingt verhindern und Chantal selber heiraten. Nur so wäre Melody legitimiert und in der Gesellschaft anerkannt. Doch wie soll er diese Verfolgungsjagd mit einem kleinen Kind bewerkstelligen?
Zum Glück kommt ihm da der Zufall zu Hilfe. Die junge Näherin und Garderobiere Prudence Filby hat selber noch ein Hühnchen mit Chantal zu rupfen und weiß, wo diese hin wollte. Colin stellt sie als Kindermädchen für Melody ein. Gemeinsam mit Prudence kleinem Bruder Evan geht die Jagd weiter.
Unterwegs entdecken Colin und Prudence ihre Liebe zueinander. Trotzdem sieht sich Colin in der Pflicht, Melodys Mutter zu heiraten…

Ich sage dazu:

Dies ist der 2. Band der Runaway Brides-Trilogie und steht dem 1. Teil in nichts nach. Im Gegenteil. Ich fand die Geschichte von Colin und Pru sogar noch um eine Spur besser. Die manchmal recht derbe Sprache passt meiner Ansicht nach hier deutlich besser. Allein durch das Umfeld.
Die kleine Melody ist mir richtig ans Herz gewachsen, wenn sie von Piraten oder Wibblyforce und Billywick erzählt, konnte ich mir oft ein Schmunzeln nicht verkneifen.
Aber Chantal konnte ich von Anfang an nicht leiden. Wie gut, dass Lementeur zur Stelle war, um das Schlimmste zu verhindern.
Lementeur ist es auch hier wieder, der die Geschichte von Colin und Pru erzählt. Zwar gibt es am Anfang eine Zusammenfassung der vorangegangenen Ereignisse, aber meiner Ansicht nach sollte man die Bücher trotzdem unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen.

Fazit:

Warmherzig, romantisch, witzig und für diejenigen, denen der 1. Teil der Trilogie gefallen hat sowieso Pflicht. 😉

Die Reihenfolge der einzelnen Bände:

The Runaway Brides

Quelle: Blanvalet
Quelle: Blanvalet
Quelle: Blanvalet