[Lesung] Bauernhoflesung von Clara Gabriel in Lennestadt

Gestern hatte unsere Blogfotografin Claudia zum Sommer-Familienfest incl. Wohnzimmerlesung von Clara Gabriel geladen. Eine Einladung über und auf die ich mich sehr gefreut habe.

Claudia hatte die liebe Clara während der Lesung von Küpfel und Kobr in Olpe kennengelernt und kurzerhand adoptiert. 😀 Da meine Wenigkeit das Privileg genießt ebenfalls zur Wahlfamilie zu gehören, durfte ich auch kommen. :*

Mittags sollte es losgehen. Nach kurzem Hin und Her stand fest, dass mich Clara zu Hause einsammeln würde. Den Rest der Truppe, also Anja von anjas-insel und natürlich Claudia würden wir vor Ort treffen.

Selbstverständlich waren wir nicht die einzigen Gäste. Nach kurzer Vorstellung und viel zu vielen Namen, die es sich zu merken galt, hatte man aber das Gefühl sich schon ewig zu kennen und zu mögen.

Zur Stärkung gab es Leckeres vom Grill und jede Menge Salate und Desserts. Etwas später startete dann die Lesung in Claudias Wohnzimmer, das ihre Tochter Amelie mit einem standesgemäßen Thron für die Autorin von „Postkarten an Dora“ und „Rettungsring für zwei“ ausgestattet hatte.

Clara Gabriel stellte ihren Roman „Postkarten an Dora“ vor. Sie erzählte, wie sie überhaupt zum Schreiben gekommen war, würzte das Ganze mit lustigen Anekdoten vorangegangener Lesungen und las immer mal wieder Ausschnitte aus ihrem Buch vor. Zu bewundern gab es außerdem das Album mit den 192 Postkarten.

Im Anschluss durften wir noch einer süßen Geschichte aus Hundesicht von Anita Mues lauschen, die ebenfalls zu den Gästen gehörte.

Allzu schnell trieben uns die vorherrschenden Temperaturen leider wieder nach draußen. Einerseits fand ich das zwar sehr schade, andererseits war es draußen umgeben von Kühen, Schafen und Pferden einfach zu schön.

Weil die meisten ja dann doch wissen wollten, wie die Geschichte von Dora weiter geht, hatte Clara noch einiges zu tun. Bücher wechselten den Besitzer und es wurde fleissig signiert.

Im Anschluss stand auch noch eine Kutschfahrt auf dem Programm. Gut „behütet“ durften Clara, Anja und ich eine Runde mit Amelie, Claudias Tochter, und ihrem Pony Bibi in der Kutsche durch das idyllische sauerländer Dorf drehen.

Mit viel Gequassel und Gelächter haben wir diesen wunderbaren Tag danach ausklingen lassen.

Zu Hause konnte ich dann noch ein Goodie-Päckchen von Clara Gabriel in Ruhe auspacken, das die Autorin Anja, Claudia und mir als Mitglieder von Claras Crew überreicht hatte.

Alles in allem war es einfach ein wunderschöner gemeinsamer Tag, der unbedingt nach einer Wiederholung schreit.

Fotos von Anja Bayer, Claudia Schunke und Clara Gabriel mit freundlicher Genehmigung.

Süßes Nichtstun

Ahoi, ihr Landratten und willkommen an Bord der Stella Maris!

Dies ist meine allererste Kreuzfahrt und ich freue mich darauf. Das wird ganz sicher eine kurzweilige Angelegenheit. Ständig gibt es etwas zu sehen und zu tun. Und sicher gibt es trotzdem bestimmt auch chillige Momente, in denen man sich dem süßen Nichtstun hingeben kann. Aber Nichtstun ohne etwas zu tun, ist mit persönlich viiiiel zu langweilig. Deshalb habe ich mir für MEINE Kreuzfahrt mein Häkelzeug und ein paar andere Kleinigkeiten eingepackt.


Ich habe es mir hier an Bord auf dem Pooldeck gemütlich gemacht. Meine Liege steht ein bisschen abseits im Schatten. Ich kann den Blick schweifen lassen und wahlweise die Passagiere um mich herum oder das Meer beobachten. Es weht eine leichte Brise und neben mir steht auf einem Tischchen ein leckerer Cocktail. Ein Starfish um genau zu sein. Alkoholfrei, versteht sich. Man will ja keine bösen Überraschungen beim Häkeln erleben.

Setzt euch doch zu mir. Marcus unser Barkeeper mixt euch ganz sicher einen kühlen Drink und während wir uns unterhalten, zeige ich euch was ich hier mache.

Auf hoher See ist es sicher nie verkehrt, einen Rettungsring parat zu haben. Mein Rettungsring erfüllt am Ende zwar hoffentlich nur dekorative Zwecke, aber das passt so schön zum Thema, oder?

Ich habe mir einen Styroporring mitgebracht, dem ich jetzt erstmal ein Kleid verpasse. Da es sich hierbei um das größte Stück handelt, das zu häkeln ist, habe ich zwischendurch Zeit, euch was zu erzählen.

Das ist nämlich das schöne am Häkeln. Man taucht, anders als bei Büchern, nicht völlig ab, sondern bekommt noch etwas von seiner Umgebung mit und kann sich sogar noch mit den Mitreisenden unterhalten. Trotzdem: Zählen nicht vergessen! Schließlich soll das Stück gleichmäßig werden und nicht irgendein krummer Lappen.


Erzählen wollte ich euch aber eigentlich, wie ich zum Häkeln gekommen bin. Schuld war da dieses Buch, das ich vor ein paar Jahren auf der Frankfurter Buchmesse entdeckt hatte. Es enthielt Anleitungen für sogenannte Amigurumis, kleine gehäkelte Tiere und Figuren, die man z.B. als Schlüsselanhänger oder als Deko verwenden kann. Irgendwie wollte das Buch nicht mehr raus aus meinem Kopf. Deshalb habe ich es kurzentschlossen gekauft, mich mit Wolle eingedeckt und losgelegt. Anfangs noch ziemlich unbeholfen, da ich zwar seit meiner Kindheit weiß, wie das mit dem Häkeln geht, mir jedoch die Übung fehlte. Nach und nach wuRde es besser. Inzwischen gehört Häkeln zu einem meiner liebsten Hobbies und es ist natürlich nicht bei Häkelfigürchen geblieben. Auch Schultertücher in allen möglichen Farben und Formen gehören zu meiner Leidenschaft.


Die sind auf so einem Schiff natürlich auch sehr praktisch. Abends auf dem Wasser kann es nämlich auch mal kühl werden und da ist es schön, wenn man sich in so ein weiches Tuch kuscheln kann.

So! Mein Styroporring ist jetzt eingekleidet. Zeit für ein bisschen Farbe.

Sieht schon wie ein Rettungsring aus, nicht wahr. Als Deko aber doch noch ein bisschen langweilig. Ein paar Verzierungen peppen ihn ganz sicher auf.

Ein Fischernetz gehört irgendwie auch dazu, oder?

Soweit so gut. Ein Rettungsring gehört aber griffbereit an einen Haken. Es fehlt also noch etwas, woran man ihn aufhängen kann.

…noch ein paar hübsche Knoten…

Zum guten Schluss habe ich hier noch ein paar Mitbringsel von unseren Landgängen. Die machen sich bestimmt auch noch ganz gut…

Ich finde, mein Rettungsring ist sehr hübsch geworden und passt so schön zum Titel, oder?

Anmerkung:

Die Einzelheiten meines How-to-make-a-Rettungsring habe ich euch bewusst vorenthalten. Schließlich habe ich selber ja auch nur auf das zurück gegriffen, was sich jemand anderes – nämlich die Designerin Petra Müller-Kramer – ausgedacht hat.

Solltet ihr jetzt allerdings die Lust verspüren, euren eigenen Rettungsring zu häkeln, könnt ihr die Anleitung „Türkranz „MOIN“ / jetzt klassisch gehäkelt“ von stjerne61 bei crazypatterns erwerben.

Noch eine Anmerkung:

Auf meiner Facebook-Seite Hinkenpinken kreativ könnt ihr euch ansehen, was ich sonst noch so aus Wolle mache. Däumchen und Kommentare dürft ihr bei der Gelegenheit natürlich auch gerne hinterlassen.